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VR Handschuh für Digitalen Gesundheitspreis nominiert

Beim deutschen Digitalen Gesundheitspreis wird die Jury zwischen App, Virtual Reality Handschuh und anderen Projekten entscheiden. Der nominierte  „Cynteract Glove for the Virtual“ soll gerade bei jungen Menschen für Rehabilitationszwecke eingesetzt werden.

Die Jury des Digitalen Gesundheitspreises von Novartis Pharma und Sandoz Deutschland/Hexal hat  aus 82 Einsendung sieben Top-Kadidaten ausgewählt. Diese haben den Juroren zufolge, das Potenzial die Gesundheitsversorgung in Deutschland mit digitalen Werkzeugen nachhaltig zu verbessern. Die vierköpfige Jury wähle nun drei Gewinner aus den Wettbewerbern. Die Sieger sollen dann am 15. März in Berlin gekürt werden. Insgesamt ist der Digitale Gesundheitspreis mit einem Preisgeld von 50.000 Euro dotiert.

Sperriger Name – einfache Reha

Mit dabei ist auch ein Virtual Reality Handschuh. Der Handschuh „Cynteract Glove for the Virtual“ – oder zu Deutsch ebenso sperrig „Interaktive Rehabilitationshandschuh“ – von der Firma Cynteract GmbH soll die oftmals monotone und kostenintensive Rehabilitation von Handverletzungen optimieren und Patienten motivieren, die verletzte Hand in virtuellen Spielen zu trainieren.

Ein integrierter Motor ermöglicht es, über Schnüre Kraft auf Finger auszuüben und somit einem Spieler haptisches Feedback zu geben. Zudem sollen sich Fehlhaltungen und chronische Beschwerden, die Videospieler und Smartphone-Nutzer durch häufige, eingeschränkte Belastung ereilen können, damit verhindern lassen.

Den eigenen Freund bei der Reha unterstützt

Das sehr junge Team des Aachener Startups wurde inspiriert durch einen Freund, der bereits mit 15 Jahren einen Schlaganfall erlitt. Infolgedessen musste er eine für ihn schwierige, weil langweilige und eintönige, Rehabilitation über sich ergehen lassen, berichten die Enwickler.  „Nach einer kurzen Zeit beendete unser Freund seine Rehabilitation. Dies führte zu einer Verschlechterung seiner Handfunktion. Da wir um ihn besorgt waren, nahmen wir uns vor, eine Lösung zu finden. Wir entwickelten einen Handschuh mit Sensoren und Motoren, mit dem der Patient Spiele steuern kann, während er – unterbewusst – seine Rehabilitationsübungen ausführt.“

Gamen erwünscht

Normalerweise sehen es die Eltern nicht gerne, wenn die Kinder und Teenager stundenlang gamen oder mit dem Smartphone den halben Tag beschäftig sind. Doch in einem solchen Fall wird es definitiv anders sein. Denn gerade junge Menschen sollen mit dem Handschuh für die spielerische Reha abgeholt werden. Solche Anwendungen werden in Zukunft bestimmt vermehrt in der Physiotherapie eingesetzt.

Quelle: Novartis / Ärztezeitung / Healthcare-startups.

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