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Red Bull Media World im Test

Über die bevorstehenden Events von der Red Bull Media World habe ich bereits mehrere Male berichtet. Nun wollte ich es genauer wissen und war zu Besuch im Verkehrshaus Luzern.

Gleich als Erstes fanden wir im Aussenbereich der Ausstellung die Red Bull Air Race Gaming Seats, über welche wir berichtet haben und welche jetzt nur noch mit dem Mobile Game ausgestattet sind und nicht mehr mit VR. Schade; dachte ich zunächst, das iPad Spiel machte zwar für eine kurze Zeit Spass, aber in VR wäre das bestimmt toller gewesen.

Nach dem kurzen Spielvergnügen loggten wir uns mit unserem Ticket am Eingang ein, damit alle Aktivitäten auf unserem Konto gespeichert werden. In der Red Bull Media World kann man nämlich neben VR  eigene TV-Shows drehen, im Greenroom ein Filmchen drehen oder im Raum mit zig Kameras ein Rundum-Selfie machen.

Da das Wetter eigentlich zu schön für einen Museumsbesuch war, gab es zum Glück wenig Besucher. Beim Testen der ersten VR Anwendung hatte ich aber zunächst etwas Pech. Ich steuerte auf die VR Brillen, welche von der Decke hingen, zu und freute mich, dass eine frei war. Leider war genau diese defekt. Nach einer kurzen Wartezeit wurde dann eine weitere, abgesehen von den Kopfhörern funktionierende Brille frei und ich begab mich als Erstes auf die Skipiste.

Ohne Schweiss keinen Preis im VR

Ich erlebte mit der Anwendung eine wilde Abfahrt aus Sicht des Athleten. Für meinen Geschmack ging der Clip etwas lange, zumal es andere wartende Besucher gab und ich noch weitere anschauen wollte. Rund um mich herum hörte ich immer wieder die erstaunten Ausrufe der anderen Besucher, die wohl noch gar keine oder kaum eine VR Experience erlebt haben: Mega cool! Ich bin mitten drin. Du musst mal die Helikopteranwendung ausprobieren! Echt krass!

Nachdem ich zwei weitere Clips angeschaut habe, wurde es mir zu warm und ich machte mir Gedanken dazu, wie viele Leute vor mir schon in die Brille geschwitzt haben.  Wie schnell dieser Gedanke aber verschwindet, sah ich dann, als ich das Cockpit der beiden Formula-E Fahrzeuge gesehen habe: Natürlich wollte ich es ausprobieren.

Im Cockpit braucht‘s einen starken Magen

Zuerst waren aber noch ein älterer Herr und eine ältere Dame dran, die wohl mit ihrem Enkel zu Besuch waren. “Wenn es Ihnen schlecht wird, müssen sie einfach kurz die Augen zu machen.“ meinte eine der Betreuerinnen. Ein bisschen übel sei es ihr schon, meinte die Frau, aber es schien zu viel Spass zu machen. Freudig kommentierte sie, was sie auf der Rennstrecke erlebt und dass es schon schwierig sei, das Fahrzeug zu steuern.

Nachdem ich das Erlebnis selber für wahrscheinlich nicht mal eine Minute ausprobieren konnte, hat es mich echt gewundert, dass die beiden das Spiel bis zum Schluss durchgezogen haben. Mir wurde es nämlich bereits auf der ersten Runde total schlecht. Ich gebe zu, ich war auch nicht der Hirsch im Steuern des Formula-E Fahrzeugs. Ich knallte in dieser kurzen Zeit etwa drei Mal in die Wand und weil ich das Steuerrad nicht still hielt, schwankte mein Fahrzeug ständig etwas hin und her. Mein Partner meisterte dies, auf dem grossen Screen hinten sichtlich, um einiges besser. Jedoch beklagte auch er sich nach dem Spiel über ein flaues Gefühl im Magen und wir mussten uns zuerst mal an die frische Luft draussen hinsetzen.

Das Fazit

Nach meiner Meinung sind solche Wettrennen in der VR eben genau nicht der Renner. Von der Gefahr der Motion Sickness abgesehen, kann man die 360°-Rundum-Sicht bei solchen Anwendungen gar nicht auskosten. Und genau das macht für mich VR aus. Vielleicht ist es auch nur Geschmackssache, aber ich bevorzuge wohl Spiele, in denen man sich langsamer bewegt und Zeit hat die Welt zu erkunden.

Ein Besuch des Verkehrshaus Luzern und der Red Bull Media World würde ich aber vor allem wegen allen anderen Ausstellungen trotzdem empfehlen.

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