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Das Von der Heydt-Museum lädt zum interaktiven Kunst-Erlebnis ein

Das Von der Heydt-Museum in Wuppertal geht den virtuellen Weg um Kunst neu zu vermitteln. Mit der Ausstellung zu Ehren des deutschen Künstlers Oskar Schlemmer und einem interaktiven „Mitmach-Raum“ wird der Museumsbesuch zum VR-Erlebnis.

Oskar Schlemmers Kernthema war die menschliche Figur im Raum. Sein Ideal war eine Synthese aus strenger Komposition und in der Natur anschaulich werdender Mystik. Die Oskar-Schlemmer-Ausstellung zeigt einen Ausschnitt der rund 300 Gemälde und Zeichnungen, die sich in der Sammlung des Von der Heydt-Museums befinden.

Museum zum „mitmachen“

Neben den Ausstellungsstücken bietet Kuratorin Beate Eickhoff den Besuchern eine weitere Besonderheit an: Schlemmers Kunst soll direkt erlebt werden. Der interaktive “Mitmach-Raum” steht ganz im Zeichen von Schlemmers “Triadischem Ballett”. Der experimentelle Tanz wurde 1922 uraufgeführt und besteht aus Raum-, Formen- und Gestentanz.

Besucher des “Mitmach-Raums” können Tafeln mit Lackfarben ertasten und Figuren aus geometrischen Formen zusammensetzen. Sogar Kostüme liegen aus, die dem “Triadischen Ballett” nachempfunden wurden – anprobieren und fotografieren erlaubt. Eine besondere Attraktion ist allerdings der VR-Greenroom”Bauhaus-Oasis”.

Bauhaus Oasis: VR-Greenroom für Gestaltung

In einem zwölf Quadratmeter grossen Greenroom setzen sich Besucher virtuell mit Schlemmers Ballett auseinander. Ausgestattet mit einer HTC Vive und zwei Controllern, gestaltet man Figuren aus geometrischen Formen in einem abstrakten virtuellen Raum. An der Aussenwand des VR-Greenrooms sind zwei Monitore angebracht, über die andere interessierte Besucher beobachten dürfen.

Zu Beginn werfen die Besucher Objekte in die dazugehörigen Passformen. Hat man sich nach dem kleinen Tutorial an das System gewöhnt, setzt man drei verschiedene Tänzerinnen aus den herumliegenden Körperteilen zusammen. Jede Figur besteht aus drei Teilen, die man individuell zusammenfügt. Die fertigen “Kompositionen” führen einen Tanz auf, der dem “Triadischen Ballett” entnommen ist. Auf diese Weise gestaltet man die Aufführung selbst mit.

Bauhaus-Oasis wird mit Local VR Hero-Preis ausgezeichnet

Hinter der “Bauhaus-Oasis” steckt der freiberufliche Filmemacher Florian Froger. Zusammen mit einem Team der Universität Bauhaus schuf der gebürtige Franzose eine neue Art Kunst zu erleben. Das Projekt Bauhaus-Oasis wurde vom Freistaat Thüringen gefördert und in der ersten Jahreshälfte 2019 auf der bauhaus100-Ausstellung uraufgeführt. Auf dem Kurzsüchtig-Festival in Leipzig gewann Bauhaus-Oasis den Jurypreis “Local VR Hero”.

Quelle: Mixed / Youtube

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