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Journey for Elysium im Test

77

Mittelmässig!

In «Journey For Elysium» (wir berichteten) befindet ihr euch zwischen der Welt der Lebenden und der Toten. Ihr seid eigentlich gestorben. Dabei gilt es die Umgebung zu erkundigen und mit Objekten zu interagieren, um neue Bruchstücke über eure Vergangenheit zu erfahren. Denn ihr wisst nichts über euch. Es gibt keinen Namen, keine Herkunft und ihr wisst auch nicht, warum ihr schon auf dem Unterwelt-Fluss in Richtung Hades paddelt und Knochenhände nach euch greifen wollen.

Seekrankheiten vermeiden

«Journey for Elysium» setzt dabei sehr auf explorative Elemente. Die Reise beginnt mit einem Paddelboot am Ufer der Styx, dem Fluss, der in der griechischen Mythologie in die Unterwelt mündet. Beim virtuellen Paddeln wurde uns zuerst ein wenig mulmig in der Magengegend, bis wir als ungeübte Matrosen herausgefunden haben, dass das beidhändige Wasserstechen besser vonstatten geht, wenn man sich möglichst an der Bootsspitze positioniert. Aber es sind ja nicht alle Berufspaddler. Die Spielmechanik ist aber trotzdem gut gemacht. So könnt ihr euch auch ganz natürlich von Felswänden abstossen, falls es euch in die falsche Richtung treibt.

«Journey for Elysium» im Test

Kein Support für alle Spielcontroller

Bei der Steuerung könnt wählen zwischen freier Bewegung oder Teleportation. Empfehlen würden wir erfahreneren VR-Spielern, die wenig bis selten an Motion Sickness leiden, die freie Bewegung. Unterstützt werden primär Oculus Rift und HTC Vive. Obwohl nicht von Steam als kompatibel aufgeführt, haben wir aus Neugier auch mit anderen VR-Brillen und Steuerungseinheiten getestet. So sprechen die Valve Index Controller zwar auf die auf das Grundschema an, bergen aber gewisse Probleme beim schmalen Trackpad in der Free-Locomotion-Belegung, weil sich die Steuerungsrichtung, zumindest in unserer Beta-Vorabversion, nicht genau anpeilen liess. Leider wieder einmal nicht nutzbar waren die Vive Cosmos Controller. Aber eben: Die Unterstützung ist primär der Oculus Rift und der HTC Vive zugeschrieben.

«Journey For Elysium» im Test

Dunkle Szenen, schöne Burgruinen

Nach Überquerung der Styx strandet ihr an einer verlassenen Bucht, in der ihr euch nun durch einen mehrstöckigen Komplex bewegt, um nach neuen Materialien zu suchen. So müsst ihr beispielsweise mehrere Leitern eines Baukomplexes besteigen, um nach einem fehlenden Zahnrad zu suchen, das ihr weiter unten nahe einer Steuerungskuppel einsetzt, um eine Interaktion auszulösen. Mehr wollen wir an dieser Stelle auch nicht verraten. Die pechschwarze Umgebung mit detailliert gestalteten Ruinenmauern reihen sich gut ins Geschehen ein und vermittelt dem finsteren Erkundungsspiel seinen ganz speziellen Charme.

Eher einfach gehalten sind die Puzzles, weswegen sich die Unterweltreise auch gut für Einsteiger eignet, die sich selten in virtuelle Abenteuer begeben. Entsprechend kurz ist auch die Spieldauer. Wir haben den Titel der beiden belgischen Unternehmen Cronos Interactive und Mantis Games in weniger als zwei Stunden durchgespielt. Eine Empfehlung ist das kleine Unterwelt-Epos aber dennoch. «Journey for Elysium» erschien am 31. Oktober und kostet bei Steam rund 17 Franken.

Fazit

Summary

«Journey for Elysium» ist ein schön gemachtes Erkundungsabenteuer, das den Spieler an die Hand nimmt. Ihr habt auch genug Zeit, das dunkle malerische Ambiente zu bestaunen und für einen Moment innezuhalten, während sich die Spielgeschichte entwickelt. Viel mehr ist auch nicht zu sagen, aber auch nicht zu erwarten für einen Titel für unter 20 Franken.

Pros

  • Schaurig-schönes Ambiente
  • Auch für Einsteiger geeignet
  • Spannende Story

Cons

  • Etwas kurze Spieldauer

Bewertung im Detail

  • Präsentation
  • Sound
  • Gameplay
  • Umfang
7.7 10 Mittelmässig!