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City Illusion im Test

Während 90 Minuten reisen wir durch Zeit und Raum und erleben eine Stadtführung, die mit Virtual Reality (VR) und akustischen Effekten vervollständigt wird. Eine top Empfehlung.

Oh du Regnerische.. Wir schreiben das Jahr 2022, es ist Weihnachten und es regnet mal wieder in Strömen. Was könnte man da Besseres tun als eine Stadtführung in Zürich?

Mit Regenschirmen bewaffnet machen wir uns zum Treffpunkt im Lindenhof auf. Ob sonst noch jemand dem fiesen Regenwetter trotzt? Beim Brunnen entdecken wir zwei Gestalten mit Rucksäcken. Auf dem einen leuchten in digitaler Anzeige die Buchstaben City Illusion im Wechsel mit einem Icon einer VR Brille. Da müssen wir hin!

Wir werden freudig begrüsst und erhalten eine erste Entschuldigung für das heutige Hudelwetter. Die beiden Guides machen sich dran, die VR Brillen auszupacken, währenddessen auch die anderen vier Gäste eintreffen. Nachdem wir alle eine Occulus Brille um den Hals gehängt und Kopfhörer erhalten haben, gibt’s erst noch einen Glühwein aus der Thermoskanne.

Die beiden Guides geben sogleich auch eine Erklärung, wie das Ganze funktioniert. Das Prinzip ist ganz einfach: Kopfhörer auf und den Anweisungen der Stimmen folgen. Die VR Brille hat man stets bequem um den Hals gehängt und sobald es Zeit für die nächste Szene ist, kippt man die Dinger einfach hoch und hält sie vor die Augen. Dass man sich 360° drehen und die Szenerien rundum betrachten kann , ist ja eigentlich klar.

Na dann Kopfhörer auf und los geht’s: Eine angenehm tiefe Erzählstimme erklingt, die uns mehr über die Stadt Zürich erzählt. Wann immer wir uns in eine neue Richtung fortbewegen sollen, schaltet sich zudem Siri ein, eine weibliche Stimme, die den Weg erklärt. Zusätzlich zeigen die beiden Guides mit schwungvollen Handzeichen, wo wir hinlaufen und wie wir uns jeweils am besten platzieren sollen. Der vordere Guide leuchtet zudem mit einer Taschenlampe auf wichtige Punkte in der Umgebung.

In einem gemütlichen Tempo laufen wir so von Ort zu Ort. Die Tour geht mit dem Hörspiel einerseits auf reale Gebäude, Denkmäler und andere landschaftliche Sehenswürdigkeiten ein und zeigt andererseits an insgesamt fünf Punkten die virtuellen Szenerien, die allesamt in der Vergangenheit spielen. Die virtuellen Szenen wurden mit echten Schauspielern mit einem Greenscreen aufgenommen und in das jeweilige Setting platziert. So hat man die Gelegenheit berühmte Persönlichkeiten in Lebensgrösse vor einem zu sehen: Albert Einstein, CG Jung, Huldrych Zwingli und Katharina von Zimmern, erlebt man, als wären sie noch hier. Als spezielle Überraschung vermischen sich einige virtuelle Szene mit der Wirklichkeit. So nimmt man nicht nur tolle Eindrücke mit nach Hause.

Die Qualität der Aufnahmen ist sehr gut. Allgemein lief die Technik ziemlich reibungslos. Da der Guide das ganze Audio steuert, passierte es gelegentlich, dass die Erzählung zwei Mal gestartet wurde. Das störte aber nicht wirklich.

Ich persönlich fand es spannend, Zürich mal von einem anderen Blickwinkel zu sehen und durch Gässchen zu laufen, in denen ich noch nie war. So wurde ich beispielsweise von der Thermengasse überrascht. Mir gefiel auch der Mix zwischen geschichtlichen Fakten und den philosophischen Gedanken zum Thema Zeit. Denn darum geht es ja: Eine Reise durch Raum und Zeit.

Die City Illusion ist definitiv ein Besuch Wert – egal bei welchem Wetter. Plant darum für ein spannendes nächstes Jahr jetzt schon eure City Illusion Tour. Die deutsche Version sollte in einem Monat ready sein.

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In diesem Sinne wünschen wir euch ein fröhliches neues VR Jahr!

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