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VR und AR Beratungsbedarf identifiziert

VR und AR Forschung

Das Virtual Dimension Center Fellbach (VDC) hat den Bedarf der Wirtschaft an Beratungsleistungen im Kontext Virtual Reality und Augmented Reality identifiziert. Die ermittelten Beratungsbedarfe liessen sich insgesamt in vier Gruppen ordnen: Die Verbesserung der eigenen Arbeitsfähigkeit, die Erschliessung neuer Märkte und Geschäftsfelder, die Verbesserung der eigenen Fähigkeiten sowie VR und AR Mergers und Acquisitions.

Die VR und AR Landschaft hat sich in den vergangenen zehn Jahren stark gewandelt: Grundvoraussetzungen für den Einsatz der neuen Technologie wie z.B. 3D-CAD sind nun vielerorts vorhanden. Ebenso haben neue Soft- und Hardwaresysteme wie Game Engines und Head Mounted Displays Einzug gehalten. Die bestehenden Beratungskonzepte aus den 2000er Jahren sind damit – wenn überhaupt – nur noch eingeschränkt tauglich. Das Virtual Dimension Center Fellbach (VDC) wollte darum nun im Rahmen der Arbeiten im Projekt Applikationszentrum V/AR herausfinden, wie hoch der Bedarf aktuell an Beratungsleistungen im Bereich Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) ist und wo die Schwerpunkte sind. Das Virtual Dimension Center (VDC) ist Deutschlands führendes Kompetenznetzwerk für Virtuelles Engineering.

Methodisch wurden dabei drei Richtungen eingeschlagen: Erstens analysierte das VDC Untersuchungen der letzten Jahre zu VR und AR Nutzungshemmnissen, zu B2B-Kooperationsmotivationen und zu VR und AR Firmenübernahmen. In all diesen Punkten werden Wissenslücken bzw. Wissensbedarfe interpretiert, die unter Umständen auch durch VR und AR Beratungen gedeckt werden könnten. Zweitens wurden neue VR und AR basierte Geschäftsmodelle skizziert, die das Potenzial haben, traditionelle Geschäftsmodelle zu ergänzen oder zu ersetzen. Denn: Der Übergang vom traditionellen auf ein neues Geschäftsmodell kann sinnvoll durch VR und AR Beratungen initiiert und begleitet werden. Drittens wurde eine Unternehmensbefragung durchgeführt. Die Fragestellungen wurden dabei aus den Erkenntnissen der ersten beiden Forschungsansätze gewonnen.

4 Gruppen im Beratungsbedarf

Die ermittelten Beratungsbedarfe ließen sich insgesamt in vier Gruppen ordnen: 1. Die Verbesserung der eigenen Arbeitsfähigkeit mittels VR und AR. 2. Neue Märkte und Geschäftsfelder mittels VR und AR erschliessen. 3. Einsatz von VR und AR zur Verbesserung der eigenen Fähigkeiten einsetzen. 4. VR und AR Mergers und Acquisitions einsetzen.

Bei der Analyse stellt sich zudem heraus, dass sich die Beratungsbedarfe inhaltlich und bezüglich der Grössenordnung zwischen den VR und  AR Herstellern und den Endanwendern unterschieden: Bei Anwendern wird grundsätzlich mehr Beratungsbedarf gesehen als bei Herstellern. Der Berater sollte dabei sowohl Vorwissen aus dem VR und AR Einsatzgebiet vorweisen als auch Vorwissen aus der Branche.

Beratungsbedarf im Wandel

Beratungsbedarfe bestehen seit der kommerziellen Verwendung von VR und AR, wandeln sich aber im Laufe der Zeit: Die bekannten Nutzungsbarrieren wie Kosten, Technologie und fehlendes Know-How scheinen zu schwinden. Andere Hürden bleiben sowie: Nutzen, Involvierung Mitarbeiter & Management, Prozessintegration, Usability, Data Preparation & IT-Integration und Verfügbarkeit von Spezialisten.

Der stärkste Beratungsbedarf wird heute bei der Integration von VR und AR in die Arbeitsprozesse und bei der Wirtschaftlichkeitsrechnung gesehen. Der geringste Beratungsbedarf erscheint bei der Ergonomie von VR und AR Systemen. Auch Beratungsbedarf zur allgemeinen Technologie war vorhanden, aber vergleichsweise mässig.

Bedarf scheint also vorhanden. Wer im Bereich VR und AR Beratung tätig ist, sollte das komplette Paper ansehen.

Quelle: idw

 

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