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Galactic Center VR zeigt das Schwarze Loch

Galactic Center VR zeigt das Schwarze Loch

Astrophysik-Interessierte aufgepasst: Forscher der Nasa zeigen mit Galactic Center VR eine vollwertige VR Simulation des supermassereichen schwarzen Lochs im Zentrum der Milchstrasse.

Im Zentrum der Milchstrasse existiert ein schwarzes Loch mit 4,1 Millionen Sonnenmassen. Die Entdecker tauften es im Februar 1974 Sagittarius A*. Eine Theorie rund um die Zwerggalaxie ist, dass unser Sonnensystem durch Zusammenstösse zwischen Sagittarius A* und der Milchstrasse entstand: Jede Kollision sorgte für Schübe in der Sternenbildung und so für das Wachstum der Milchstrasse – auch die Sonne könnte so entstanden sein.

In einer VR-Simulation Galactic Center VR zeigt die Nasa die kosmische Evolution rund um Sagittarius A* in den letzten 500 Jahren. Die mit einem Supercomputer berechnete Simulation basiert auf Daten des Weltraum-Röntgenteleskops Chandra und weiteren Teleskopen.

Gase und Überschallwindkollisionen: Mittendrin in der kosmischen Evolution

Die VR Simulation führt Astrophysik-Interessierte direkt ins Herz der Milchstrasse: Von dort aus beobachtet man, wie das Gas von 25 Riesensternen bei Überschallwindkollisionen mit Strömen anderer Sterne kollidiert, sich dabei auf Millionen Grad aufheizt, dann in Röntgenlichtgewitter entlädt und vom schwarzen Loch eingesogen wird.

Die Farben Blau und Cyan zeigen das heisse Gas der von Chandra beobachteten Überschallwindkollisionen. Rot und Gelb zeigen das gesamte Windmaterial, das von kühlerem Gas dominiert und per Infrarot und von anderen Teleskopen gesehen wird. Die Simulation deckt insgesamt drei Lichtjahre ab.

Die Nasa veröffentlicht zwei Versionen von Galactic Center VR: Ein 360-Grad-Video gibt es bei YouTube, das man mit allen YouTube-kompatiblen PC- und Smartphone-Brillen direkt im Browser oder über eine YouTube-App anschauen kann.

Eine vollwertig gerenderte, kostenlose VR-Version mit freier Bewegung im Raum gibt es im Steam Store und im Viveport Store. Hier können einzelne Elemente der Simulation interaktiv aktiviert oder deaktiviert werden.

Es ist nicht das erste Projekt, das sich mit dem schwarzen Loch beschäftig, wie ihr hier in unserem Bericht aus dem vorletzten Jahr nachlesen könnt. Wem solche Reisen ins Weltall gefallen, der sollte vielleicht auch mal einen Blick ins Space Engine, über welches wir im letzten Jahr berichteten, werfen.

Quelle: Mixed / Nasa / Youtube

 

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