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Schlaues Display aus der Schweiz

wayray

Beim Schweizer Unternehmen Wayray, das Augmented Reality auf eine neue Stufe heben möchte hat sich so einiges getan.

Seit wir erst vor kurzem über die Schweizer Firma Wayray berichtet haben, sind sie schon ein paar Schritte weiter. Zur Erinnerung ihr System erzeugt vollfarbige Hologramme, also Augmented Reality Bilder auf transparenten Flächen.

Wayray aber hat grosse Pläne, die mit einem vergleichsweise kleinen Gerät realisiert werden sollen – und das halten sie auch für einen der Vorteile ihres Systems. Über die Anwendung, ein Head-up-Display für Autos, ein System also, das für Fahrerin oder Fahrer wichtige Informationen ins Sichtfeld einblendet, waren wir ja bereits im Bilde. Nun gibt es aber noch ein paar weitere Infos dazu.

Nicht ganz neu aber kleiner

Solche Displays gibt es ja, wie wir auch schon gezeigt haben, in Autos schon länger. Das System von Wayray soll aber nur noch einen bis vier Liter Platz im Armaturenbrett brauchen. Bei der Konkurrenz sei es ein Vielfaches, sagt Vitaly Ponomarev, der technische Mastermind des Unternehmens. Ausserdem muss in die Windschutzscheibe noch eine transparente Spezialfolie aus einem Polymer-Werkstoff laminiert sein. Auf diese Folie projizieren Laser dann, was Fahrerin oder Fahrer sehen.

Besonders stolz ist Ponomarev auf die holografischen optischen Elemente, die Wayray entwickelt hat, die würden viele Probleme konventioneller Optiken lösen. Die Bilder, die so erzeugt würden, sähen sehr real aus. Bei bisher verfügbaren Technologien müssten zudem die Bewegungen erfasst und einberechnet werden, die der Kopf des Betrachters macht.

Ein weiterer Vorteil von Wayray: Anders als bei bestehenden Head-up-Displays müssten die Augen nicht auf einen eingeblendeten Gegenstand fokussieren, sondern er erscheint für das Auge dort, wo der Blick ohnehin hinfällt – also etwa als Pfeil auf einer Abbiegespur. Porsche ist die Sache mit dem Schweizer Technologie-Unternehmen offenbar ernst, sie führten die jüngste Finanzierungsrunde mit einem Betrag von 80 Millionen Dollar an.

Von der Autobranche raus in die ganze Welt

Doch die Autobranche sieht man bei Wayray nur als Anfang. Langfristig will das Unternehmen einen Marktplatz für Augmented Reality Inhalte schaffen. Häuserfronten könnten zum Beispiel mit einer zweiten Realität versehen werden. Ein Museum könnte etwa auf seiner Aussenfassade auf eine interessante Ausstellung hinweisen. Und wenn Autos irgendwann tatsächlich von alleine fahren, könnte das Fahrzeug auch mit Inhalten bespielt werden. An dem Marktplatz, der solche Inhalte – etwa kurze Filme, Hinweise auf eine Ausstellung – sammeln und vertreiben soll, werde bei Wayray bereits gearbeitet. Langfristig, sagt Ponomarev, wolle man nicht nur Hardware verkaufen, sondern eine Plattform schaffen, auf der auch Drittanbieter ihre Inhalte zur Verfügung stellen könnten.

250 Mitarbeiter hat Wayray mittlerweile, die viel geistiges Eigentum geschaffen haben – sowohl die Hardware als auch die Software. Wayray verstehe sich daher auch nicht als Zulieferer, sondern als Technologie-Hersteller.

Möglicherweise noch in diesem Jahr will das Team auch ein System für zu Hause anbieten. Genaueres verraten sie noch nicht. Der geplante Name Playray, lässt allerdings schon vermuten, in welche Richtung es gehen könnte.

Quelle: sueddeutsche / Wayray

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