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Wie ein Schweizer Start-up die Autowelt erobert

Way Ray

Vor fünf Jahren hat der Russe Vitaly Ponomarev (32) sein Start-up Way Ray mit dem holografischen Lasersystem in die Schweiz transferiert. Inzwischen haben Porsche, Hyundai, Alibaba und andere 100 Millionen Franken in die Firma investiert.

Spätestens im Jahr 2023 die ersten Automodelle mit der neuen Technologie auf den Marktkommen. Die Rede ist von einem neuartigen holografisches Lasersystem , das Informationen auf Glas projizieren kann.

Vitaly Ponomarev (32), Gründer von Way Ray will damit Head-up-Displays in Autos ersetzen. Ganz ohne futuristische Brille oder irgendwelche Hilfsmittel sehen die Insassen im Auto Informationen auf der gesamten Fläche der Frontscheibe. Navigationshinweise werden nicht einfach mit Pfeilen oder Bildern symbolisiert, sondern direkt auf die Strasse oder die Umgebung gelegt. Durch Augmented Reality muss sich das Auge dabei nicht umstellen, sondern es wirkt so, als seien die Markierungen wirklich auf der Strasse angebracht.

Welches Potential erwartet wird, sieht man in den Finanzen: Insgesamt rund 100 Millionen Franken kamen in mehreren Finanzierungsrunden zusammen, der Wert der Firma wird auf eine halbe Milliarde Franken geschätzt. Autokonzerne wie Porsche und Hyundai haben investiert, aber auch Technologieunternehmen wie Alibaba und JVC Kenwood. Weil Wayray vieles selber entwickelt hat, braucht es Kapital. Etwa die dreifarbigen Laser, die das Hologramm auf der Scheibe erzeugen. Oder auch die Folie, die ins Glas integriert ist und die Projektionen erst ermöglicht.

2023 kommt das erste Auto mit Schweizer Hologramm auf den Markt

Obwohl die Technik fixfertig ist, braucht es nun drei bis fünf Jahre, bis neue Modelle von den ersten Entwürfen in Serie gehen. «2023 kommen die ersten Modelle, in den Jahren darauf werden bereits Hunderttausende Autos mit unserer Technik ausgeliefert,» meint Ponomarev. Dass die Investoren Porsche und Hyundai da eine grosse Rolle spielen, liesse sich wohl vermuten.

Made in Zurich-Seebach

Auf dem Gelände von Ruag Space in Zürich-Seebach hat Ponomarev nach über einjähriger Suche eine passende Halle für den Firmensitz gefunden. Mit 3700 Quadratmeter Fläche und einer Höhe von vier Stockwerken ist sie riesig – und noch vollkommen leer. Ende Jahr aber soll der Umbau zum Forschungs- und Entwicklungszentrum inklusive Firmenhauptsitz abgeschlossen sein. Unten werden die Laser weiterentwickelt und getestet, oben auf dem Zwischenboden entstehen Büros.

Ponomarev will kräftig einstellen: 100 Angestellte werden es dann in der Schweiz sein, 80 mehr als bisher. Total arbeiten dann über 300 Leute für Wayray, neben der Schweiz auch in Russland, China und den USA.

«Der Ausbau in Zürich ist für uns entscheidend», sagt Ponomarev. Denn hier sollen die Laser und Hologramme für die Massenproduktion optimiert werden. «Wir brauchen viele neue Talente, und dafür ist die Schweiz ideal», sagt der Jungunternehmer. Die Verfügbarkeit von Entwicklern und Fachleuten war auch ein wichtiger Grund, warum Ponomarev überhaupt in die Schweiz gekommen ist.

Quelle: Blick

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