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Hado St. Gallen im Test – Teil 2

Zu viert durften wir das digitale Völkerballspiel Hado in St. Gallen testen. Wie und vor allem ob wir uns geschlagen haben, fragt ihr euch seit vorgestern.

Nachdem wir zielstrebig mit dem Auto das Güterbahnhofareal in St. Gallen erreicht und einen Sticker mit Digital Sports Dojo an einem Fenster weiter oben entdeckt hatten, schauten wir uns zuerst etwas ratlos um: Wo ist den nun der Eingang bei diesem Holzbau? Nachdem sich ein Wagemutiger um das Gebäude herum getraut hatte, wurden wir dann schnell fündig.

Kaum oben angekommen meinten Remo und Wilko auch gleich, ob wir gerade loslegen wollen. Wir warfen uns noch schnell in unsere Sport-Outfits, was die beiden als lustig taxierten. Aber es heisst ja: „Sport Dojo“ und dass man unter den VR-Brillen eh immer schwitzt, ist uns mittlerweile allen bereits bekannt. Schnell waren die beiden 2er Teams bestimmt und wir erhielten einmal auf Deutsch und einmal auf Englisch eine kurze Instruktion zum Game. Gleichzeitig fassten wir auch unser Equipment, welches lediglich aus der Brille mit einem handelsüblichen iPhone besteht und einem Bewegungssensor mit Bildschirm, welchen wir am Handgelenk trugen.

Das Spiel mit der Taktik

Dank individuellen Anpassungsoptionen konnten wir vor den Matches taktische Veränderungen an unserem Spielstil vornehmen. Wir durften dazu vier verschiedene Faktoren beeinflussen: Grösse der Bälle, deren Geschwindigkeit, Ladezeit für Schüsse sowie Stärke der Schilder. Wir hatten dafür 6 Punkte, welche wir jedes Mal aufs Neue auf die vier Faktoren verteilen konnten. Damit erhält das AR-Turnier eine taktisch anspruchsvollere Komponente.

Remo gab uns die Empfehlung, dass wir uns am besten im Team absprechen und mindestens ein paar Punkte für die Ladezeit und die Stärke der Schilder nutzen sollen. Gesagt getan und los ging‘s!

Trotz der Instruktion, war dann bei den ersten paar Spielen doch nicht alles so ganz klar. Wo sieht man, wie stark das Schutzschild noch ist? Wieso kommen keine Bälle? Wieso kann ich kein Schild mehr aufziehen? Und Schwups, war die erste Spielrunde auch schon rum. 60 Sekunden sind schnell vorbei, aber trotz vielen Unklarheiten hatte es schon Mal Spass bereitet.

Geduldig wurden nochmals ein paar Fragen geklärt. Im gleichen Stil wiederholte sich dies noch ein paar weitere Runden. Ganz so einfach ist es dann halt doch nicht. Auch hatten wir mit ein paar technischen Problemen zu kämpfen. Nach einer guten Weile hatten wir es dann aber im Griff und damit kam dann auch der Fun und bei einigen der Schweiss.

Mitten in die Fr** rein

Ich selber, empfand das Spiel als wenig anstrengend. Ich bin aber auch überzeugt, dass wir uns alle noch mehr bewegen hätten können, wenn man die Video Clips aus Japan betrachtet. Ein Faktor, der uns daran hinderte, war der Platz. Obwohl das Digital Sports Dojo im Lattichbau relativ gross ist, hätte ein grösseres Spielfeld nicht geschadet. Dies habe ich dann letztendlich sogar mit einer Hand meines Freundes und Teamkollegens zu spüren bekommen. In aller Hektik und mit dem durch die Brille eingeschränkten Sichtfeldes erhielt ich einen Schlag mitten in mein Gesicht. Immerhin haben wir keine Blutspuren im Dojo hinterlassen.

Im anschliessenden Gespräch, war das dann auch eine der vielen Fragen: Gab‘s schon Verletzungen? „Bis jetzt noch nicht. Der Vorteil des AR-Games ist halt auch, dass man keine Stolperfallen wie Kabel oder einen schweren Rucksack benötigt. Das Tracking erfolgt über die Tücher an den Wänden. Es ist also nichts im Weg“ meint Remo.

Ideal für Teamanlässe

Das sei auch mit ein Grund, wieso sich Hado auch für Teamanlässe, Messen oder Events eigne. Man brauche lediglich einen Frame zum aufspannen für die Tücher und etwas Platz, meint Remo. So waren sie bereits bei verschiedensten Messen eine beliebte Publikumsattraktion.

Das Fazit

Definitiv eine coole Idee für einen Team-Anlass. Etwas Zeit zum Reinkommen braucht es jedoch und die technischen Probleme müssen definitiv behoben werden. Toll wäre es, wenn man aus mehreren „Waffen“ auswählen könnte. Darüber, ob wir für 60 Minuten Spielzeit 45 CHF pro Spieler ausgeben würden, waren wir uns darum nach dem Erlebnis nicht so klar; auch wenn’s allen Spass bereitet hat!

 

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