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Mit Virtual Reality in die Ostsee abtauchen

Seegraswiesen wiegen im Wasser, Schweinswale tauchen wie aus dem Nichts auf und bunte Seenelken strahlen um die Wette: Die Ostsee bietet ein faszinierendes Unterwasserreich. Erstmals kann es nun mithilfe einer virtuellen Unterwasser-Realität bestaunt werden.

Unter der Wasseroberfläche des weltgrössten Brackwassermeeres, der Ostsee liegt ein faszinierendes Unterwasserreich. Filmer des Nabu haben sich auf die Suche nach versteckten Perlen der Ostsee gemacht – und sind fündig geworden. Vor ihrer Linse tauchen spielende Robben auf, Schweinswale schieben sich durch das Bild und bunte Anemonen funkeln am Meeresgrund.

Die Aufnahmen sind Teil des Projekts „Ostsee Life“ – der deutschlandweit ersten virtuellen Unterwasser-Realität. Die Animation bietet faszinierende Einblicke in eine Welt, die den meisten Menschen ansonsten für immer verborgen geblieben wäre. Anstatt mit Schnorcheln und Tauchausrüstung lässt sich die Ostsee mit der Maus am heimischen Computer erkunden oder dann mit VR. Mit einem VR-Headset oder einem Google-Cardboard und Smartphone kann man die Unterwasserwelt mit den Augen selbst steuern.

Über ein Jahr hat das NABU-Meeresschutz-Team mit der Produktionsfirma Kubikfoto, Tauchern und Filmemachern daran gearbeitet, möglichst vielen Menschen einen Blick unter die Wasseroberfläche zu ermögichen, der sonst nur Sporttauchern vorbehalten ist. Im Unterschied zu künstlichen Umgebungen besteht OstseeLIFE aus eigens gedrehten 360-Grad-Filmen.

Zwei Wochen und 25 Tauchgänge brauchten die Filmemacher, um sechs marine Lebensräume ins Bild zu setzen. Mit dabei: Die Seegraswiese, Lunge und Kinderstube der Ostsee, das Millionen Jahre alte Kreideriff vor Rügen oder alte Schiffswracks, die Dorschen und Meeraalen eine Heimat geben. So entstand ein Kaleidoskop der Ostsee mit einer Vielfalt, die ihr wohl nur wenige zutrauen.

Ostsee in Gefahr

„OstseeLife“ soll Menschen für die Bedürfnisse des empfindlichen Ökosystems sensibilisieren, das täglich durch Überfischung, Schiffsverkehr und Verschmutzung bedrängt wird. „Kaum jemand weiss, dass heute jede dritte Art in der Ostsee bedroht ist“, sagt Kim Detloff, Leiter des Bereichs Meeresschutz beim Nabu.

OstseeLIFE vom NABU lässt die User erleben, was die Ostsee so besonders macht und lässt sich auch verstehen, wie sie sie schützen können.

Quelle: Stern – OstseeLife

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