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Deutsches Auswandererhaus liefert Studie zu VR

In einem Experiment haben die meisten Teilnehmer virtuellen Elementen im Museum einen grösseren Unterhaltungswert als konventionellen Präsentationsformen beigemessen. Überraschenderweise löste VR hingegen weniger Mitgefühl aus. Zu diesem Ereignis kommt das deutsche Auswandererhaus in Bremerhaven nach einer Testphase mit VR.

Wie kann Digitalisierung im Museum realisiert werden? Wo und wie können neue Technologien helfen, museale Inhalte zu vermitteln? Das Deutsche Auswandererhaus Bremerhaven befasst sich im Forschungsprojekt “museum4punkt0 – Digitale Strategien für das Museum der Zukunft” mit der Frage, wie sich historische und emotionale Aspekte von Migration digital vermitteln lassen.Das Projekt ist dabei auf unterschiedlichen Ebenen angesiedelt: In einer Ausstellungsstudie werden digitale und analoge Erzählformen miteinander verglichen, Evaluationen im Museum und auf der Webseite testen die Möglichkeiten, Besucher auch vor und nach dem physischen Museumsbesuch einzubinden. Gleichzeitig wird die Sammlungstätigkeit des Museums ins Digitale erweitert und um Oral-History-Interviews ergänzt. Ausserdem sollen Medienkompetenzen vermittelt und mit Hilfe neuer Technologien irrationale Aspekte von Migrationsdebatten den Besuchern vor Augen geführt werden.

Analoge und virtuelle Realitäten im Vergleich

Am Beginn des Experiments mit Hilfe virtueller Realität stand demnach die Frage, ob sich Museumsbesucher durch die neue Technik emotional mitreissen lassen. Welche Bedeutung haben originale Objekte in Zeiten der Digitalisierung? Lassen sich Empfindungen fremder Menschen besser durch biographische Objekte oder besser digital durch Geschichten vermitteln?

In der Ausstellungsexperiment „KRIEGsgefangen. OHNMACHT. SEHNSUCHT. 1914 – 1921“ wurde untersucht, ob und wie sich Empathie digital vermitteln lässt. In der Ausstellung waren einzelne Inhalte sowohl in klassischen Ausstellungsräumen als auch digital mittels VR-Brillen zugänglich. Thematisiert wurde dabei das Schicksal eines Kriegsgefangenen aus dem Ersten Weltkrieg und seiner Hamburger Familie. Auf Basis von Befragungen, an denen mehr als 700 Besucher vor und nach dem Ausstellungsbesuch teilgenommen haben, wird in einer breit angelegten Studie die unterschiedliche Wirkung dieser Erzählformen analysiert.

Die Mehrheit der Teilnehmer bescheinigen den virtuellen Elementen einen grösseren Unterhaltungswert. Doch „museale Objekte erzeugen mehr Mitgefühl für historische Personen als „Virtual-Reality“-Anwendungen“, sagte Museumsdirektorin Simone Eick. Letzteres widerspricht demnach ein wenig der Studie der International School of Management, welche im Zusammenhang mit NGOs zeigte, dass VR Empathie auslöst.

Quelle: Auswandererhaus / RTL

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