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In Japan wird ein Tsunami-Simulationsspiel entwickelt

In der japanischen Stadt Akita wird ein Tsunami-Simulationsspiel entwickelt, das den Menschen helfen soll, eine Killerwelle zu überleben.

Da die Erinnerungen an die letzte Tsunamikatastrophe schon langsam verblassen, soll die japanische Bevölkerung, welche in Gefahrengebieten leben, wieder sensibilisiert werden. Wie erklärt man jedoch der Bevölkerung mitsamt Kindern und älteren Personen möglichst eindrücklich und nachhaltig, wie sie bei einem Tsunami reagieren sollen? Die derzeit verwendeten Gefahrenkarten in Japan sind insbesondere für Kinder und ältere Menschen höchst ungeeignet. Gerade Ältere können die kleinen Buchstaben kaum lesen und für Kinder sind die Karten wenig spannend.

Die Stadtverwaltung von Kamakura hat darum eine Tsunami-Wellen-Simulation anfertigen lassen, die als Video betrachtet werden kann. Das Video kombiniert aktuelle Strassenbilder mit computergenerierten Bildern von einem Tsunami. Es wurde seit April 2016 auf YouTube 360.000 Mal angesehen.

Das ist eine Lösung. Die Stadt Akita geht jedoch einen Schritt weiter und möchte ein 3D-Virtual-Reality-System einsetzen, um die Botschaft möglichst allen Anwohnern zu vermitteln. Aus diesem Grunde soll die Bedienung aber auch möglichst vereinfacht sein. Die Nutzer des VR-Systems können das Video wie ein normales Spiel steuern und so die Flucht vor dem Tsunami hautnah erleben.

Akita hofft, dass das 3D-Virtual-Reality-System ab  2019 in der Praxis eingesetzt werden kann. Allerdings wurde noch nicht bekannt gegeben, ob die Spieler auch eine VR-Brille benutzen müssen oder wie es funktionieren wird. Um das System entwickeln zu lassen, hat die Stadtverwaltung 29,68 Millionen Yen (etwa 226.695 Euro) in die erste allgemeine Haushaltsrechnung für das Geschäftsjahr 2018 aufgenommen.

Etwas erstaunlich ist die geplante Verbreitung, denn das Akita-System werde nur auf drei Laptops verfügbar sein. Einer dieser Laptops wird in einer öffentlichen Einrichtung im Stadtteil Tsuchizaki untergebracht. Dort können interessierte Benutzer das System testen. Die anderen beiden Geräte sollen an Schulen und Veranstaltungsorte für Katastrophenübungen und Workshops ausgeliehen werden. Es wird somit kein Video geben, das auf einer Webseite veröffentlicht wird. Wie viele Personen so erreicht werden, steht wohl in den Sternen.

Quelle: sumikai

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