x Mask

Tracking-Maske erfasst Gesichtsbewegungen

Ein Start-up geht beim Gesichtstracking neue Wege: Die sogenannte X Mask nutzt statt Kameras spezielle Sensoren im elastischen Material, um Mimik zu erfassen und in VR zu übertragen.

Ein grosses Ziel aller VR Anwendungen ist es, dass die Bewegungen der Nutzer möglichst exakt als virtueller Avatar imitiert werden können.Die Gesichtserkennung, wie es bei der Meta Quest Pro oder dem Vive Facial Tracker gibt, läuft typischerweise per Kamera-Erfassung über die Brille. Nun kommt vielleicht ein neuer Clou auf den Markt: Das Start-up Dolami aus San Francisco arbeitet derzeit an der X Mask für die Mimikerkennung.

Gesichtstracking per Maske

Die mit Unterstützung der Universität Osaka entwickelte Maske soll Bewegungen des Gesichts mit einer Genauigkeit von über 95 Prozent bei einer Latenz von 200 Millisekunden replizieren können.

Für einen VR Controller in einem Shooter wäre diese Latenz deutlich zu hoch. Für die Vermittlung von Emotionen in einer Social App wie VRChat dürfte sie hingegen ausreichen, damit die Mimik einigermassen zeitgleich mit der Stimme und mit Handgesten beim Gegenüber ankommt.

Die Sensoren sind innerhalb der Maske integriert. Sie haben keinen direkten Kontakt mit der Haut und lösen daher keine Irritationen aus, so der Hersteller. Detaillierte technische Hintergründe verrät das Start-up nicht, aber wahrscheinlich wird es sich um Elektroden handeln wie bei vergleichbaren Projekten.

Mit 90 Dollar ist die X-Mask ungefähr so teuer wie HTCs Focus 3 Facial Tracker. Letztgenannter ist mit circa 11 Gramm deutlich leichter als die Maske mit 127,6 Gramm.

Vertriebspläne in Japan und den USA

Die X-Mask soll 2023 zunächst in Japan und den USA auf den Markt kommen. Für den Vertrieb in den USA gründete Dolami bereits einen Hauptsitz in San Francisco. Mögliche Europa-Pläne sind noch nicht bekannt. Zu den Kapitalgebern zählen unter anderem CyberAgentCapital, East Ventures sowie F Ventures.

Insbesondere in Japan besteht auch ausserhalb von VR Interesse an präzisen, erschwinglichen und unkomplizierten Tracking-Technologien, etwa für die Aufnahme von VTube-Streams mit Avataren virtueller Stars. Sony kündigte beispielsweise im November das günstige Körpertracking Mocopi für VRChat und Meta Quest an, das besonders dezente Sensoren nutzt.

Quelle: Mixed

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