ETH Augmented Reality

Die graphische Sammlung der ETH Zürich neu auch digital

Die Graphische Sammlung der ETH Zürich hat über 50’000 Kunstwerke digitalisiert, die nun frei zugänglich sind. Linda Schädler, Leiterin der Graphischen Sammlung, erklärt in einem der ETH, warum sie auch noch die anderen 110’000 Bilder erfassen möchte.

Auf die Frage, ob sich das Museum mit der Digitalisierung nicht selber abschaffe, meint Linda Schädler, dass die Digitalisierung der Werke ist eine wunderbare Ergänzung zur Ausstellung, aber ganz bestimmt kein Ersatz sei. Bei ihnen sei der Träger des Kunstwerks fast immer Papier, das heisst die Werke sind sensibel. Durch die Digitalisierung sind diese Kunstwerke auch dann sichtbar, wenn sie gerade nicht ausgestellt sind. Sie werden dadurch geschütz. Gleichzeitig kann den Besuchenden vermittelt werden, welch grosse Schätze in den Beständen sind.

Augmented Reality liefert unzählige Hintergrundinfos

Die Digitalisierung bringt weitere Vorteile. Als Museum seien sie in einer aussergewöhnlichen Situation, meint Schädler, weil sie Teil einer technischen Hochschule sind. Mit dem Game Technologie Center (GTC) entstand zum Beispiel eine Augmented Reality App, die den Besuchenden bei Ausstellungen unzählige Hintergrundinfos zu den einzelnen Werken liefert und gleichzeitig aktuelle ETH-Forschung präsentiert. Um diese neuen Formen der Kunstvermittlung nutzen zu können, braucht man zwingend ein Digitalisat.

Digitalisierung unterstützt Forschung

Die ETH-Bibliothek legt unter anderem deshalb so viel Wert auf die Digitalisierung, weil damit allen Forschenden rund um den Globus wichtige Quellen zugänglich gemacht werden. Eine Wissenschaftlerin aus Salamanca hat erst über diesen Onlinekatalog erfahren, welche Werke einer Künstlerin, zu der sie forscht, in Zürich vorhanden sind. Und natürlich haben Bilder online auch ganz praktische Vorteile: So kann man in ein Werk reinzoomen und ein Detail vielleicht besser erkennen.

Der Sammlungskatalog Online

Der Sammlungskatalog Online mit den über 50’000 digitalisierten Werken der Graphischen Sammlung ist frei zugänglich.

Inzwischen sind fast alle Werke etwa von Albrecht Dürer, Rembrandt oder Pablo Picasso online verfügbar. Ebenso können sich Interessierte Neuzugänge, beispielsweise die umfangreiche Schenkung von Zeichnungen des Luzerner Künstlers Max von Moos (1903-​1979), online ansehen. Das Projekt läuft weiter, und es werden stetig weitere Kunstwerke digitalisiert.

Quelle: ETH

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