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AR Forschung mit einem Sammlermodel des VW-Bullis

VW Bulli AR

Eine Masterabsolventin in Wirtschaftswissenschaften der Universität Luzern forschte für ihre Arbeit zu Augmented Reality (AR) mit einem Sammlermodel des VW-Bullis.

Wem gehört’s denn nun? Lorena Fankhauser (24) Masterabsolventin der Uni Luzern interessierte sich in ihrer Masterarbeit für die Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Technologie und Psychologie. Den Schwerpunkt legte Fankhauser dabei auf den «gefühlten Besitz». Diesen Begriff vergleicht sie mit dem Kinderzimmer im Elternhaus, welches zwar rechtlich nicht dem Kind gehört, aber gefühlsmässig halt doch. Sie stellte die These auf, dass AR dieses Gefühl im Vergleich zu einem 2D- oder 3D-Bild verstärkt erzeugt und Menschen dadurch für das präsentierte Produkt eine höhere Zahlungsbereitschaft haben.

VW-Bus-Modell als Testobjekt

Um ihre Hypothese zu überprüfen, machte Fankhauser ein Laborexperiment mit einem Fragebogen, der per Handy oder Tablet abgerufen werden konnte. Als Testobjekt verwendete sie das Sammlermodell eines VW-Busses. Nach drei Wochen hatten mehr als 300 Studierende an ihrer Umfrage teilgenommen. Fankhausers These bestätigte sich zum Teil: Das Gefühl von Besitztum ist tatsächlich stärker, wenn den Probandinnen und Probanden eine AR Darstellung des Bulli-Modells anstelle einer konventionelleren 2D-Darstellung gezeigt wurde.

Neue Studie

Auch ausserhalb der Masterarbeit beschäftigte sich die gebürtige Wolhuserin mit AR. Sie erhielt die Gelegenheit, an einem Forschungsprojekt der Universität Luzern als Mitautorin zu arbeiten. Dass dieses parallel zur Masterarbeit stattfand, «war eine gute Abwechslung», so die ehemalige Studentin. Beim Projekt handelt es sich um eine repräsentative Studie zur Wahrnehmung und Nutzung von AR-Anwendungen, deren Ergebnisse bald publiziert werden. Sie soll Aufschluss darüber geben, wie die Schweizer Bevölkerung gegenüber AR eingestellt ist. So, wie Fankhauser dies bisher erlebte, würden die meisten Menschen dieser neuen Technologie aber sehr positiv und neugierig gegenüberstehen.

Quelle: luzernerzeitung

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