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VR Pinguine gegen die Angst vor MRT-Röhren

Mit einer Virtual Reality App sollen Kinder über die MRT-Diagnostik aufklärt werden und so weniger Angst davor haben.

Eine neue Virtual Reality Anwendung soll Kindern die Angst vor der Magnetresonanztomographie (MRT) nehmen und damit auch die Zahl der Narkosen bei MRT-Untersuchungen junger Patienten reduzieren. Die App kommt an der Universitätsklinik Essen und der Kölner Kinderklinik Amsterdamer Strasse als Teil einer Studie in der Vorbereitung auf die Untersuchung per MRT zum Einsatz.

Dafür setzen die Kinder eine VR-Brille auf, auf der über ein Smartphone die erwähnte App mit dem Namen „Pingunauten“ läuft. Darin erklären zwei Pinguine den Aufbau eines MRT und den Ablauf der Untersuchung, dazu gibt es kleine Spiele. Das soll jungen Patienten die Angst vor der Enge und dem Lärm in der Röhre nehmen, gleichzeitig trainieren sie stillzuliegen.

Weltallpass

Jedes Kind, das an derStudie teilnimmt, erhält zudem einen Weltallpass. Dieser Pass enthält Rubelfelder, die als Belohnung nach jedem erfolgreich absolvierten Training freigerubbelt werden können. So ergibt sich eine kleine Bildergeschichte, die die Reise unserer Pingunauten durch das Weltall erzählt. Der Weltallpass dient auch dazu, dem behandelnenden Radiologenteam zu zeigen, wie oft im Vorfeld vor der Untersuchung trainiert wurde. Des weiteren sollen die Kinder sich auch einen sogenannten Mutspruch aussuchen. Diesen kann es sich zum Motto machen und sich aufsagen, wenn es sich selbst Mut machen will.

Ziel: weniger Narkosen

Eingesetzt wird die Brille zunächst vor allem in der pädiatrischen Onkologie. Bislang musste rund ein Drittel der jungen Krebspatienten eine Narkose erhalten, um die Untersuchung per MRT zu ermöglichen, so Dr. Oliver Basu, Kinderonkologe am Universitätsklinikum Essen. Die Anzahl dieser Narkosen zu verringern, ist ein Ziel der VR-Anwendung.

Entwickelt wurde die App von 2016 an im Rahmen des Projektes „VR-RLX – Integriertes Virtual Reality-System zur Reduktion von Angst und Sedative in der pädiatrischen Radiologie“. Derzeit setzen etwa 30 Kinder die App ein. In einem zweiten Schritt will die Projektgruppe eine App entwickeln, die – ebenfalls per VR-Brille – während der eigentlichen Untersuchung zum Einsatz kommt.

Quelle: aerztezeitung / VR RLX

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