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Mit AR-App «GoFind!» eine Zeitreise in Basel erleben

Für seine Bachelorarbeit entwickelte ein Basler IT-Student eine App, mit der der Blick in die Vergangenheit mit ein paar einfachen Klicks vor Ort möglich wird.

«Die App macht historische Bilder direkt vor Ort erlebbar – es ist wie ein Fenster in die Vergangenheit», so Loris Sauter. Der 25-Jährige hat die Augmented-Reality-App «GoFind!» im Rahmen seiner Bachelorarbeit an der Uni Basel entwickelt.

Mit der App lässt sich der Jetzt-Zustand einfach mit dem historischen Bild überlagern. Mithilfe von Augmented Reality begibt sich der User also noch vor Ort auf eine Zeitreise. «Dass der Barfüsserplatz in Basel früher ein Parkplatz war, können wir uns heute kaum vorstellen», sagt Sauter.

Historische Aufnahmen über die Gegenwart

Die App setzt auf Augmented Reality. Bei «GoFind!» werden historische Aufnahmen über die Gegenwart gelegt. Dies kann entweder direkt vor Ort, per Suche oder per Bildabgleich geschehen.

Tourist als typischer Nutzer

Für die Realisierung des Bachelor-Projekts dachte Sauter zunächst an Touristen: «Jemand, der an einem Ort in Basel steht, die Stadt nicht kennt und sich wundert, wie die Stadt vor beispielsweise 50 Jahren ausgesehen hat».

Bisher kann die App nur auf historische Bilder aus Basel zugreifen. Die Anwendung sei aber vielfältig einsetzbar und würde in anderen Städten auch funktionieren, ergänzt Luca Rosetto. Er hat die Suchmaschine Vitrivr, die die App nutzt, mitentwickelt. «In diesem Sinne ist das System sehr vielfältig – solange der Ort wiedererkennbar ist, lässt sich das Verfahren zum Beispiel auch für Zukunftsszenarien nutzen», sagt er.

«Die Idee für ‹GoFind!› entstand aus der Frage, wie es wäre, wenn man Multimediasuche auch auf Mobilgeräten verfügbar machen würde», so Teamleiter Heiko Schuldt, Professor für Computer-Wissenschaft an der Universität Basel.

App ist erst ein Prototyp

Ein Datum für die Veröffentlichung der App gibt es nicht, erklärt Sauter: «Bei der Anwendung handelt es sich um einen Prototyp, der uns in erster Linie dabei helfen soll, Forschungsfragen aufzuschlüsseln.»

Die Forschungsgruppe ist aber für Zusammenarbeit mit Dritten offen. «Wir wären schon daran interessiert, die App für einen grösseren Kreis verfügbar zu machen», sagt Schuldt.

Quelle: 20 Minuten / unibas

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