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Impression Depression – Eine Virtual-Reality-Erfahrung

Menschen einen Eindruck vermitteln, wie sich eine depressive Erkrankung auf die eigene Psyche auswirkt, ist das Ziel der Kampagne „Impression Depression – Eine Virtual-Reality-Erfahrung“ der Robert-Enke-Stiftung.

Mit der Virtual Reality Erfahrung Impression Depression will die Robert-Enke-Stiftung Verständnis wecken und Nicht-Betroffene aufklären. Die Stiftung selber gedenkt Rober Enke, einem deutschen Fussballtorwart, der sich durch Suizid in einer Depression das Leben nahm. Zweck der Stiftung ist die Förderung von Massnahmen und Einrichtungen, die der Aufklärung über die Krankheit Depression bzw. Kinder-Herzkrankheiten und/oder der Erforschung oder Behandlung dieser Krankheiten dienen.

Derzeit wird mit der Agentur Brinkert/Metzelder an einem virtuellen Rundgang durch die Psyche eines depressiv erkrankten Menschen gearbeitet. Durch seine Gefühle und Gedanken, seine Symptome, seinen Alltag.

Es geht darum, dass man als Nichtbetroffener, aber vielleicht Angehöriger oder Freund eines Betroffenen nachfühlen kann, wie sich einzelne Symptome einer Depression anfühlen, und sich besser in die Situation der Person hineinversetzen kann. Welche genauen Szenarien das sein werden, ist momentan noch in der Entwicklung. Die User werden jedoch für depressiv Erkrankte typische Situationen erleben können, zum Beispiel: Sie liegen im Bett und können nicht aufstehen. Sie bewegen sich durch die Stadt und fühlen sich von jedem beobachtet. Das ist ein beängstigendes, beklemmendes Gefühl.

Geplant ist ein etwa 45-minütiger Input, der sich in Einleitung, VR-Erfahrung und Reflexion aufteilt und personell begleitet wird. Die Einleitung soll Informationen zum Krankheitsbild und zur VR-Erfahrung vermitteln, wobei von Depression Betroffene von der Teilnahme ausgeschlossen werden. Die reine VR-Zeit ist dabei auf sechs bis zehn Minuten begrenzt.

Die Aktion wird zusammen mit Experten für neue Behandlungskonzepte mit Virtual Reality, Kinderpsychologen und Jugend- und Kinderpsychotherapeuten entwickelt. Gestartet wurde die Kampagne offiziell am Weltgesundheitstag, dem 7. April. Die Aktion wird im Internet, aber auch auf grossen Plakatwänden zunächst in Düsseldorf und Hamburg, beworben. Im Verlauf des Jahres wird die Kampagne fortgesetzt. Unternehmen, Museen und Unis, die sich dafür interessieren, können sich auf der Webseite registrieren. Zudem soll um den zehnten Todestag von Robert Enke im November eine grössere Veranstaltung geben, bevor das Projekt auf Deutschlandtournee geht.

Quelle: absatzwirtschaft  / Robert-Enke-Stiftung / Wikipedia

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