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Innsbrucker Sehenswürdigkeiten mit VR erleben

Ab April können Interessierte historische Abbildungen von Innsbrucker Sehenswürdigkeiten wie der Annasäule und der Hofburg bestaunen. Eine Virtual-Reality Brille ermöglicht bei Stadtführungen den Blick in die Vergangenheit.

Ein Tiroler Start Up Unternehmen entwickelte eine App, mit der Fremdenführer ihren Gästen einen 360 Grad Blick auf frühere Zeiten bieten können. Dafür benötigt wird die kostenlose App „TimeTour“ und ein Smartphone. Über einen QR Code schalten Fremdenführer die Sehenswürdigkeiten der Stadt frei. Der Blick durch die Virtual-Reality-Brille eröffnet einen Rundumblick auf das Innsbruck der Jahrhundertwende.

Natürlich gehe man nicht mit der Brille vor den Augen durch die Stadt, sagt Fremdenführerin Alexandra Mairhofer. Das sei viel zu gefährlich. Aber bei Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel der Hofburg oder der Annasäule kann man den Blick in die Vergangenheit herzeigen.

Attraktiv für junge Gäste

Besonders junges Publikum wird durch die neue Technik angesprochen. Junge Leute hingen bei Probeführungen an den Lippen der Stadtführerin, der langweilige Museumcharakter verfliege total, betont Mairhofer.

Die Idee zur virtuellen Reise in die Vergangenheit entstand bei einem Städtetrip nach Bologna. Gordon Grusdat, der Gründer von TimeTour, hätte gerne authentische Ansichten zu den Erzählungen der italienischen Fremdenführer gesehen.

Viel Recherche, viel Programmieren

Zurück in Tirol spann er seine Idee weiter und setzte es schliesslich zusammen mit einem Team von Technikern und Programmierern um. Viele Programmierstunden und Recherchearbeiten im Stadtarchiv später blickt man jetzt ins Innsbruck von anno dazumal. TimeTour reist aber nicht nur in die Vergangenheit. Die Triumphpforte zeigt sich durch die 3D Brille futuristisch.

Um die 3D Bilder möglichst authentisch zu konstruieren, wurden dutzende Kupferstiche und alte Bilder verglichen. Das war insofern schwierig, weil viele Künstler oft nach Belieben Fenster oder Säulen weggelassen haben, sagt Grusdat. Um einen Standpunkt von Innsbruck historisch korrekt darzustellen, tüftelten die Techniker rund ein halbes Jahr.

Historische Ansicht Triumphpforte Innsbruck

Die moderne Stadtführung soll für jeden erschwinglich sein, sagt Grusdat. Man braucht nur die App und einen Tour Guide, der die Virtual Reality Führungen anbietet. Eine 100 minütige Stadtführung kostet bisher etwa 19 Euro, das soll laut Grusdat auch mit der neuen technischen Unterstützung so bleiben.

Die Virtual Reality Brille dient als Marketing Tool und soll Städtetouren schmackhafter machen.

Quelle: tirol.orf.at  / timetour

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