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Der virtuelle Jöggelikasten – Geselligkeit statt Isolation

Vorgestern habt ihr bereits Einiges über die coolen Funktionen des aus der Schweiz stammenden Jöggelikastens erfahren. Nun habt ihr euch bestimmt auch gefragt, wo und wie er eingesetzt wird.

Nachdem ihr gestern erfahren habt, welche Funktionen und Mechanik hinter dem tollen Fussballkasten steckt, ist es mehr als verständlich, dass die Kombination aus robustem Handwerk und VR einen Preis hat, der für den Heimgebraucht doch etwas gar hoch ist. Je nach Konfiguration kostet das coole Ding derzeit im Prototypen-Modus schnell mal zwischen 25.000 und 30.000 Euro. 

Als Zielgruppen gelten darum, solange der Preis noch so hoch ist, vor allem Freizeitparks, Bowling- und Arcade-Hallen. „Wir richten uns an jeden Betreiber, der Besucher fesseln will, damit sie wiederkommen, länger bleiben und mehr konsumieren.“ Kynoa-Gründer Frank Kessaratos glaubt nicht, dass für den VR-Tisch permanent Personal abgestellt werden muss: „Man braucht keine Einführung, weil das Spiel so einfach ist. Es ist aber gut, wenn ein Mitarbeiter an der Rezeption den Spielern Tipps für die Säuberung der Brillen gibt.“

Das Schweizer Start-up Kynoa plant, das Koliseum-Angebot deutlich zu erweitern. Schon bald sollen in vielen grossen Städten VR-Kicker stehen und als Basis für Online-Turniere dienen. Als E-Sport habe VR-Tischfussball grosses Potenzial, sagt Kessaratos: „Wir veröffentlichen auch eine Steam-Version im Internet, damit sich die Spieler besser auf die anstehenden Turniere vorbereiten können.“

Das Game soll vom Teamgeist leben

Koliseum fasziniert, weil es die haptische Erfahrung eines Tisch-Kickers mit virtuellen Effekten kombiniert. „Wir haben überlegt, wie wir VR-Spiele geselliger und auf menschlicher Ebene interaktiver machen können“, sagt  Kessaratos in einem Interview mit Golem.de. „VR ist zwar die spannendste und innovativste Sache in der Medienwelt seit vielen Jahren. Aber es hat den Nachteil, dass es Menschen isoliert, dass es sie nicht kommunizieren lässt.“ Bei der Suche nach einer zündenden Spielidee dachte das Gründerteam als Erstes an Tischfussball. Dieses Spiel ist seit hundert Jahren beliebt – und jeder weiss, wie es gespielt wird, ob er nun fünf Jahre alt ist oder 85″, sagt Kessaratos. „Wichtig ist, dass in den Spielen der Team-Geist erhalten bleibt, dass die Teilnehmer miteinander kommunizieren“, sagt Kessaratos.

Neben Tischfussball plant die Firma noch eine Reihe weiterer Spiele. „Im ersten Halbjahr 2019 werden wir einen Eishockey-Titel veröffentlichen. Der hat eine sehr ähnliche Steuerung.“ Die neuen Spiele sollen etwa im Halbjahresrhythmus erscheinen, ihre Entwicklung wird mit den Kundenwünschen abgestimmt.

Quelle: Golem, Kynoa

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