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Die VR bringt die Umwelt- und Landschaftsplanung weiter

Wie das Projekt Palimpsest, über welches wir vor kurzem berichtet haben, zeigt, lässt sich mit VR einerseits die Geschichte konservieren und die jetzige Ist-Situation von Lebensräumen und Umgebungen aufnehmen. Andererseits können aber auch künftige Projekte, welche mit jeglicher Art der Umgebungsplanung zu tun haben, lebensnah simuliert werden.

Auch in der Schweiz zeigen sich erste Entwicklungen. Zürcher Wissenschaftler tüfteln mit der Unterstützung des SIA-Fachvereins Schweizerischer Verband der Umweltfachleute zurzeit an der Optimierung der bestehenden Werkzeuge. An der ETH Zürich und der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften werden Erfahrungen gesammelt, die bald auch in die Planungsbüros Einzug halten könnten. Die angehenden Umweltingenieure haben dazu Simulationen von Windparks und anderen Landschaften mithilfe der Software Game Engine und CityEngine realisiert. Die Software wurde ursprünglich für die Programmierung von Spielen bzw. animierten Filmen entwickelt.

Die Resultate

Das Resultat der Untersuchungen zeige, dass die Topografie durch die Testpersonen positiv erlebt werde, entnimmt man dem Paper. All mögliche Dimensionen können gut geschätzt werden, so z. B. die Höhe von Windturbinen und Gebäuden. Geräusche unterstützen die Immersion in die visuelle Illusion. Dagegen störten sich die Testnutzer an   niedriger Detaillierungsgrade der Landschaft oder der Gebäude. Da die Oculus Rift DK2 eingesetzt wurde, konnten sie zudem nicht mir der Landschaft interagieren. Die Option, direkt in der VR Änderungen vornehmen zu können, wäre natürlich sehr spannend.

Die VR als Anschauungs- und Kommunikationsmittel für die Bevölkerung

Bei Umwelt- und Landschaftsplanungen stellt sich immer wieder die Frage, wie Projekte und geplante Veränderungen der Bevölkerung vermittelt werden sollen. Die VR bietet dazu eine optimale Lösung, indem man die Umgebung eins zu eins darstellen kann. Indem sich der Betrachter sogar darin bewegen kann, verschafft er sich einen umfangreichen Eindruck vom Geplanten. Beim Projekt des SIA-Fachvereins geht es also primär auch darum, die interessierte Bevölkerung optimal informieren und die VR so als Kommunikationsmittel einsetzen zu können.

Architektur und VR vereint

Für jegliche architektonische Projekte ist die VR Gold Wert. Eines der ersten öffentlichen Architektur Projekte in der VR wurde durch Responsive realisiert. Für marty architektur hat die Agentur eine detailgetreues Darstellung einer geplanten Überbauung realisiert. Die Basis der 360 Grad-3D-Welt sind die vom Kunden bereitgestellten CAD-Pläne. Die Umgebung wurde durch Drohnen-Aufnahmen in der richtigen Höhe der Terrassenwohnung als Skybox integriert. Die Wohnung wurde dann in 3D modelliert. Die Nutzer können in der Wohnung und auf der Terasse mit der HTC Vive herumlaufen und auch Objekte bewegen. Zudem können diverse Farben und Materialien ausgewählt werden.

Mit solchen VR Anwendungen können Bauherren noch bevor etwas gebaut wird, das Objekt ansehen und begehen. Und auch für die Kommunikation unter den verschiedenen Fachstellen innerhalb eines Bauprojekts kann die VR ein grösseres Verständnis bringen.

 

Quelle: SIA / Responsive

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