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Industriegeschichte trifft auf Virtual Reality – So funktioniert das neue Kulturerlebnis

Der Verein Industriekultur am Aabach verbindet jahrhundertealte Geschichte mit neuartigen Gadgets  und VR – ein einzigartiges Erlebnis für Kulturbegeisterte.

Geschichte verwalten, vermitteln und in ein neues Zeitalter führen. Das hat sich der Verein Industriekultur am Aabach auf die Fahne geschrieben. Zusammen mit dem Museum Aargau und dem Museum Burghalde lancierten sie gestern ein neues Vermittlungsangebot: die IndustriekulTOUR Aabach.

Der Verein setzt sich für die Dokumentation und die Beschilderung geschichtsträchtiger Industriekultur am Aabach ein.

Für ebendiese Dokumentation wurden über Jahre Zeitzeugen interviewt, um ihre Erlebenisse der damaligen Zeit zu dokumentieren, «damit die Geschichte vom Aabach auch Jahre später noch erhalten bleibt», wie Martin Stücheli, Stadtrat und Präsident des Vereins, erklärt. Zusammen mit dem Museum Aargau und dem Museum Burghalde wurde das neue Projekt umgesetzt.

Rund um den Aabach haben Besucher auf verschiedensten Touren die Möglichkeit in die vergangenen frühindustriellen Zeiten des Aargaus zurückzublicken. Der Aabach hat seit dem 18. Jahrhundert den Bau von Fabriken mit mechanisch angetriebenen Maschinen ermöglicht.

Wie funktioniert das neuartige Kulturerlebnis?

Interessierte laden sich die App «IndustriekulTOUR Aabach» auf ihr Smartphone. Dort sind die bereits freigeschalteten Touren ersichtlich. Momentan kann zwischen drei verschiedenen Thementouren ausgewählt werden.

Zwei in Lenzburg und eine in Seon, weitere Touren, unter anderem in Wildegg, werden fortlaufend in den kommenden Wochen und Monaten freigeschaltet. Hat man sich erstmals für einen Weg entschieden, beginnt die Zeitreise durch rund 300 Jahre Industriegeschichte.

Augmented- und Virtual-Reality-Darstellungen machen es möglich; Fabrikanten, Herrschaften und Arbeiter «erwachen» auf dem Smartphone wieder zum Leben. Man kann sie hören und die original Schauplätze so erleben, als ob man eine Zeitreise gemacht hätte.

«Als Kultur- und Geschichtsvermittler wollen wir die Immersion noch mehr steigern, indem wir mehrere virtuelle Inhaltsebenen in Form von Audio-, Video- oder Textdateien zuschalten und so das Raumerlebnis der Besucher intensivieren», sagt Rudolf im HBL-WebTV.

Keine Interaktion nötig

Das Ziel sei die sogenannte Seamless User Experience: «Wir wollen den Besuchern Informationen zur Ausstellung möglichst ohne Interaktionen zur Verfügung stellen», erklärt Colomb. Damit dies funktioniere, müsse man zwei Dinge wissen: wo sich der Besucher befinde und an welchem Punkt der Ausstellung welche Informationen übermittelt werden müssten. «In dieser Kombination kreieren wir etwas, das es so noch nicht gegeben hat», so der iart-Softwareentwickler.

Für das VR Erlebnis wurde die «Hünerwadel-Tour» zu Testzwecken auf dem Areal des Müllerhauses freigeschaltet. Die Tour behandelt die Geschichte von dem erfolgreichen Geschäftsmann Gottlieb Hünerwadel und führt durch die Anfänge der Textilindustrie in Lenzburg.

Die rund 1.2 km lange Tour beginnt am Müllerhaus in Lenzburg, führt zum Aabach und dann weiter in die Altstadt. Wer alle Quizfragen auf dem Weg löst, hat die Chance auf einen Kaffee oder Glace auf dem Schloss Lenzburg.

Auch Kulturbegeisterte, die kein Smartphone besitzen, kommen nicht zu kurz: Das Tourismus Büro Lenzburg bietet Faltprospekte an, um die Touren auch ohne Technik absolvieren zu können.

Quelle : Aargauer Zeitung / HBL

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