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Sprint Vector im Test

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Sehr gut!

Bei «Sprint Vector» (wir berichteten) entschieden sich die Macher von «Raw Data» zu einer Art Fun Racer, der aber nicht mit lustigen Vehikeln, sondern von virtuellen Wettläufern bestritten wird. Nun ist der Titel von Survios auf Steam und im Oculus Store erhältlich und seit dem 13. Februar auch auf PlayStation VR . Damit auch virtuelle Sportmuffel an dem Tempo-Spass teilnehmen können, die nur wenig Platz zuhause haben, haben die Macher ein interessantes Bewegungssystem umgesetzt, bei dem man stehend oder sitzend die Arme schwingt. Dann gibt es da auch noch viele Fallen wie Säuerbäder und fiese Erdlöcher. Mario Kart lässt grüssen.

Run & Gun

Survios hat die wichtigsten Bewegungen gut in ein Tutorial verpackt und es nicht mit der Palette an Fortbewegungsmanövern übertrieben. Schwingt man die Bewegungscontroller nur kurz nach unten und lässt man ungefähr in der Mitte den Trigger los, geht es im Eiltempo geradeaus. Abwechselnd mit beiden Controllern werden die Bewegungen kräftiger, je nachdem, wie schnell ihr eure Arme schwingt. Die Richtung verändert ihr mit der Neigung des Kopfes. In der rasanten Berg- und Talfahrt geht es aber schliesslich nur um eines: ums Beherrschen und geschickte Timing der Bewegungen, was durchaus zu Wiederholungsübungen einlädt.

Tempo und Plasma

Schlecht wird uns bislang noch nicht, auch wenn wir hüpfen müssen. Dargereicht werden zudem Geschwindigkeits-Boosts oder Plasma-Geschosse, bei denen wir immer noch nicht ganz verstehen, woher wir die plötzlich bekommen. Besonders zum Speed-Rausch tragen Jumps von grossen Schanzen bei. Dann geht es auch zwischendurch auf einmal wie im «Alpamare» in einem Abwärtsstrudel auf eine unterirdische Bahn zu. Survios versteht es jedenfalls, sportliche Probanden gleich von Anfang an in den Bann zu ziehen. Und darum geht es. Das hat auch Nintendo immer wieder verstanden, und es gibt nicht viele VR-Studios, die das verstehen.

Mario Kart lässt grüssen

Um Power-Ups geschickt zu platzieren und dabei gleichzeitig mit der anderen Hand Gas zu geben, gerät man aber arg ins Schwitzen. Bei der HTC Vive fehlt leider eine Reset-Möglichkeit, wenn man plötzlich in einem Strudel oder einer 90-Grad-Kurve hängenbleibt. Und das nervt tierisch. Man muss sich dann immer wieder physisch um 180 Grad drehen. Ungeachtet dessen bereitet die schnelle Action bislang eine Menge Spass; aber ihr braucht danach auch nicht mehr ins Fitness-Center zu gehen. Und Sofahöckler müssen erst recht kein Abo mehr lösen.

 

Fazit

Summary

Abgesehen von ein paar kleineren Bugs und einem Reset-Problem bei der HTC Vive spielt sich «Sprint Vector» hervorragend. Besonders gefallen uns die mit viel Liebe umgesetzten Comic-Charaktere, während die neun abwechslungsreichen Solo-Kurse und 12 Multiplayer-Rennen zu endlosem Racing-Vergnügen einladen.

Pros

  • Schnelle Action, welche körperlich auch viel abverlangt
  • Einzigartiges Fortbewegungssystem
  • Keine VR-Übelkeit (zumindest bei mir)
  • Ein Spiel, das man immer wieder spielt

Cons

  • Keine Reset-Funktion auf SteamVR

Bewertung im Detail

  • Gameplay
  • Umfang
  • Preis / Leistung
  • Sound
9.5 10 Sehr gut!