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«Who is it?» Nie mehr Namen vergessen

Das in Feldmeilen, Zürich angesiedeltes IT-Unternehmen Cubera Solutions AG hat mit Hilfe der HoloLens eine Anwendung entwickelt, welche die unangenehmen Probleme des Namen-Vergessens aus dem Alltag verbannen sollte.

Wer in der Google-Suchleiste „Namen merken“ eintippt, bekommt augenblicklich über 13’200’000 Ergebnisse geliefert. Unzählige Seiten versprechen Tipps rund um die Problematik, welche schon manch ein Treffen peinlich aussehen liess. Eine neue Technologie verspricht nun Abhilfe und hilft dem User den Namen seines Gegenübers abzurufen.

«Who is it?»

Was Michael Fretz anfangs September an der Frontend Conference alles durch den Kopf ging, kann keiner wissen. Was man jedoch sicher sagen kann ist, dass er sich keine Gedanken um Namen oder Positionen machen musste. Während der Designund Technologiekonferenz in Zürich war die grosse Bestandsaufnahme für die neu entwickelte Anwendung «Who is it?», eine App für die HoloLens von Microsoft. Durch die integrierten Kameras in dem Gehäuse erkennt die Brille automatisch alle bekannten Gesichter in Echtzeit und zeigt dem Träger anschliessend Foto, Name und Beruf der angesehenen Person (siehe Titelbild). Um neue Kontakte hinzuzufügen, braucht man lediglich ein Referenzbild, den Namen sowie die Positionsbeschreibung einer Person. Das Team rund um Michael Fretz, ein Gründungsmitglied der Cubera Solutions AG, war nach den ersten Tests sehr zufrieden.

Neue Potenziale

Wer meint, dass sich die Möglichkeiten auf Gesichtserkennung und einfache grafische Anzeigen beschränken, irrt sich. Die Datenbrille eröffnet eine Vielzahl neuer Chancen für Unternehmen wie auch Heimanwender. Gerade in Bereichen wie Architektur, Produktdesign oder Fernwartung kommen die vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten schnell zum Vorschein. Dominik Brunn, Gründungsmitglied und Head of Development bei Cubera blickt der aktuellen Entwicklung positiv entgegen: „Auch wenn der gross angelegte kommerzielle Einsatz erst in etwa fünf Jahren wahrscheinlich ist, so ist es jetzt bereits wichtig, ein entsprechendes Konzept zu haben und zu erproben. Die Technik wird umfangreiche Veränderungen mit sich bringen, auf welche man vorbereitet sein muss.“ Microsoft selbst zeigte bereits im März vergangen Jahres erste Eindrücke eines ihrer Projekte, welches sie selbst „Holoportation“ nannten. Dabei geht es um das virtuelle Beamen von Personen aus Aufnahmen oder als Livestream (NZZ berichtete). Zuletzt gelang es ihnen, eine solche Übertragung in einem fahrenden Auto
durchzuführen.

Zukünftige Projekte

Es sind noch weitere Projekte im Zusammenhang mit «Who is it?» geplant: Zum einen soll eine Portierung von «Who is it?» für die Meta 2 von Metavision folgen. Die Meta2 ist, ähnlich wie die HoloLens, auch eine Augmented-Reality-Brille, welche dreidimensionale Hologramme erlaubt. Und zum anderen soll die Portierung auf mobile Endgeräte stattfinden: Ziel ist es, alle aktuellen Android- und iOS Geräte genau so schlau wie die Microsoft HoloLens mit «Who is it?» zu gestalten. Die Portierung sollte in wenigen Wochen verfügbar sein.

Quelle: Medienmitteilung

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