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Mit AR in den Schlaf

Spielerisch in den Schlaf

Eine schwere Gehirnerschütterung braucht viel Schlaf, damit sie geheilt wird. Claudia Buck und Randy Chen gewinnen mit einer App, die dabei hilft, den SDA Bachelor Award an der ZHdK. Die App nutzt auch Augmented Reality (AR).

Um die Schlafqualität von Kindern, die von einer schweren Gehirnerschütterung betroffenen sind, zu verbessern, entwickelte die Forschungsgruppe SleepLoop (ETHZ und Universität Zürich) ein Schlafgerät, das jeden Abend getragen werden soll. Kinder brechen allerdings die Therapie oft ab, weil sie diese als eintönig und repetitiv erleben.

AR zeigt Platz der Elektroden

Um die therapeutische Anwendung zu verbessern, haben Claudia Buck und Randy Chen eine App gestaltet. Sie unterstützt die Kinder zum einen bei der korrekten Platzierung der Elektroden mit Hilfe von Augmented Reality, indem sie mit einem vertrauten Gerät – dem Smartphone – das Unbekannte – die Elektroden – spielend verknüpfen. Zum anderen begleitet die App auch den sieben Nächte dauernden Therapieprozess auf kindgerechte Art.

.. und unterhält

Auch innerhalb der Geschichten wird AR eingesetzt, damit die Kids ein noch immersiveres Erlebnis haben. So müssen sie zum Beispiel ein Kostüm auswählen, um den grossen Tiger auszutricksen oder um in die Unterwasserwelt einzutauchen.

Ihr Projekt «Journey to Recovery» verbindet so die Schlaftherapie mit fesselnden Geschichten. Die beiden Interaction Designer haben im Lauf der Recherche die vorgegebene Zielgruppe auf Kinder von 8 bis 12 Jahren eingegrenzt. Methodisch adäquat nutzen sie einen User centred Ansatz, den die Jury vollends überzeugte: Was Claudia Buck und Randy Chen mit diesem Projekt exemplarisch umsetzen, könne auch für weitere medizinische Therapien genutzt werden.

Die Swiss Design Association prämiert jedes Jahr die besten Abschlussarbeiten, die an Schweizer Design Hochschulen im Bachelor eingereicht werden.  Für den sda ba award 2020 an der ZHdK nominierten die Vertiefungen Interaction Design, Industrial Design und Trends & Identity insgesamt sechs Projekte.

Quelle: swiss design association / journey-to-recovery / Vimeo

 

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