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Zu Besuch auf dem interaktiven Erlebnisparcours im Stapferhaus

Ein Museum, welches ein Riesenrad vor der Türe stehen hat, scheint per se schon einmal interessant zu sein. Das Stapferhaus in Lenzburg hat aber noch mehr zu bieten – mitunter auch eine VR Anwendung.

Eine Bekannte hat mir das Stapferhaus in Lenzburg wegen seinen multimedialen und interaktiven Ausstellungen empfohlen und da auch eine VR Anwendung in die derzeitige Ausstellung mit dem Titel. Heimat. Eine Grenzerfahrung integriert wurde, wollte ich diese mit eigenen Augen sehen und testen.

Volles Auskosten von 360°

Unter dem spannenden Titel beleuchtet das Stapferhaus mit wirklich originellen und innovativen Ausstellungsmitteln das Thema von allen Seiten. Auch werden auf dem Rundgang sämtlich Sinne angesprochen. Mehr 360° geht quasi gar nicht mehr und das Konzept lässt echt staunen.

Personalisierter Museumsrundgang

Zu Beginn erhält man ein Säckchen mit Jetons, welche den Weg durchs Museum personalisieren. Nachdem man durch einen Gang, der das Thema Angst aufnimmt, gelaufen ist, wirft man den ersten Jeton bei einem der zahlreichen Eingabegerät ein. Auf dem Monitor werden verschiedene Fragen gestellt, welche man per Touchscreen möglichst wahrheitsgetreu beantworten soll. Das System erstellt dann ein Profil inklusive Foto, welches später wieder aufgegriffen wird. Am Schluss endet es sogar damit, dass man seinen eigenen Heimatschein mit Foto ausdrucken kann.

Die Zeit verging wie im Flug. Zu den weiteren Highlights gehören auch ein sehr amüsantes Spiegelkabinett sowie die liebevoll eingerichteten Holzhäuschen, in welchen man verschiedene Personen mit ihrer Einstellung zum Thema Heimat kennen lernen darf. Aber auch die Ausstellung im ersten Stock zum Thema Schweiz bietet einige interessante Aspekte und nicht zu vergessen natürlich die Riesenradfahrt.

Mit VR ins Weltall

Die VR Anwendung verdient das Prädikat gut. Wie bereits beschrieben, bietet sie einen Flug ins Weltall. Nachdem man den Nachbau einer Rakete betritt, kann man sich eine der rund 20 VR Brillen schnappen, welche kreisförmig von der Decke hängend angeordnet sind und übrigens – für alle Hygiene-Bedachten – von einer Betreuerin gesäubert werden.

Die Besucher befinden sich auch in der VR in einer Rakete, wobei die Grafik recht detailliert ist: Man kann zumindest 360° Rundum etwas entdecken. Nach dem Raketenstart fallen rundherum die Wände weg und es wird ein Drohnenflug-Video gezeigt, auf welchem das Museum Stapferhaus und die Stadt Lenzburg immer weiter in der Ferne verschwinden. Der Effekt ist lustig, da man ja die Kulisse vorher auf dem Riesenrad in Echt gesehen hat. Der Start und der Flug sind übrigens sehr sanft, so dass mein Magen, der ja doch eher empfindlich ist, überhaupt gar nichts zu meckern hatte.

Es folgte der Flug durch die Wolken und das Verlassen der Erdatmosphäre, bis man sich im Weltall befindet und den Planeten Erde in weiter Ferne sieht. Unterstützt wird das ganze durch eine Erzählung – ohne diese wäre die VR Anwendung dann doch etwas zu langweilig.

Die Integration der VR ist aus meiner Sicht ein Mehrwert und gibt der Ausstellung zum Schluss nochmals wortwörtlich eine 360° Perspektive. Man hätte aber ruhig noch etwas mehr draus machen können, was zum Beispiel die Interaktion betrifft. Aber für viele Besucher wird es eine der ersten Erfahrungen mit VR sein und so sind die Meisten sicherlich einfacher zu beeindrucken als ich.

Die Ausstellung ist noch bis zum 25. März 2018 besuchbar. Einen Blick auf den Flyer lohnt sich, wo man zusätzliche Daten mit verschiedenen interessanten Referaten findet.

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