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Zu Besuch bei Fly and Race Simulations

Der Eingang bei der Europaallee ist etwas unscheinbar. Die Fly and Race Simulations GmbH ist ein Teil des grossen SBB Bürokomplexes. Erst drinnen ist man sich sicher, dass man am richtigen Ort gelandet ist. Dort befindet sich ein kleiner Welcome Screen. Leider dürfen sie aussen nichts anschreiben, meinte Flavio Strässle, unser Host bei unserem Besuch entschuldigend. Er begrüsste uns ganz herzlich und führte uns zuerst gerade mal zu den drei Simulatoren.

„Jesses! Ist das klein!“ Der Raum, in dem die drei Simulatoren stehen, erinnerte stark an eine Abstellkammer. Aber der erste Eindruck wird schnell von „Wow! Ist das geil!“ überholt. Denn jeder der drei Simulatoren ist beindruckend: Das Cockpit des Grossraum-Langstreckenflugzeugs Boeing 777, der Race Simulator und das Cockpit des F/A-18 Kampfflugzeugs.

Nachdem wir uns kurz umgeschaut hatten, gingen wir ins Nebenfoyer. Dort erfuhren wir im Gespräch mit Flavio Strässle so Einiges über die Simulatoren, übers Fliegen allgemein und übers Fly and Race Team sowie deren Kunden. In einer mehrteiligen Berichtstrecke könnt ihr hier bei VR Room erfahren, wie umfangreich das Erlebnis mit Fokus auf der VR bei Fly and Race sein kann.

Fly and Race für Gross und Klein

Die Fly and Race Simulations GmbH bietet für Gross und Klein alles, was das Piloten und Racer Herz begehrt. So können Kids, welche den Traum haben, einmal Pilot zu werden, die ersten Flugerfahrungen sammeln. Aber auch der 90-jährige, der gerne Pilot gewesen wäre, kann seinen Traum fast beinahe erfüllen. Jugendliche unter 18 sowie Senioren über 60 geniessen sogar einen Rabatt. Die Faszination des Fliegens sowie des Motorsports geht aber über alle Altersgruppen hinweg.

Mit dem Simulator an der Messe

So war das Team von Fly and Race, welches aus  vier bis fünf Leuten und ein paar Aushelfern besteht, vor kurzem an der Man’s World. Dort hätten sie live erlebt, wie jeder Mann, egal welchen Alters, zum kleinen Buben wurde, meinte Strässle grinsend. Der F/A-18 Simulator, der Nachbau des zweistrahligen Mehrzweckkampfflugzeugs von McDonnell Douglas (heute Boeing) , welcher zusammen mit der HTC Vive eingesetzt wird, wurde extra für die Messe in alle Einzelteile zerlegt. Das Ziel sei es gewesen, den Besuchern ein einmaliges Erlebnis zu bieten und natürlich etwas Werbung zu machen.

Mit einem Bubentraum zum Konstrukteur

Ihm habe schon etwas das Herz geblutet, meinte Flavio Strässle, als er berichtete, dass sie sein F/A-18 Cockpit zügeln mussten. Ihr habt richtig gehört: Sein Cockpit. Der junge Tüftler hatte bereits bei seiner Matura-Arbeit grosse Pläne und Träume. So hatte er schon damals mit der Konstruktion begonnen. Als er dann ins Fly and Race Team quasi reingerutscht sei, bekam er das Go, das Cockpit aus seinem Keller ans Tageslicht zu bringen; respektive fertig zu stellen und für den Einsatz klar zu machen. Das Schwierigste sei gewesen, all die notwendigen Kontakte zu knüpfen. Nur mit Hilfe deren konnte er das Cockpit so detailgetreu zusammen  stellen – mit den exakt genauen Abmessungen des Originals. Er sei oft und vor allem auch wegen des plötzlichen Zeitdrucks ans Limit gekommen. Es stecken ganz viele Stunden und enorm viel Herzblut in dieser Geschichte. Das sieht man ihm an, wenn er mit glänzenden Augen von seinem Baby berichtet.

Mit dem F/A-18 Simuator hat Fly and Race europaweit etwas Einmaliges. Auf die Frage, wo auf der Welt es denn noch so etwas gäbe, antwortete Strässle lachend, er habe natürlich nicht alle Länder  durchforstet, aber in Australien gäbe es ein weiteres Cockpit. Jedoch funktioniere dies nicht mit VR.

Die VR und der Simulator zusammen machen das Erlebnis extrem real

Der Einsatz der VR macht das Ganze also besonders einzigartig. An das Fluggefühl mit der VR komme wirklich nur das echte Flugerlebnis noch besser ran. Sie hätten sich schon überlegt, eine Lösung mit mehreren Bildschirmen oder Beamersystemen zu konstruieren. Jedoch war dies aus Platz- und Kostengründen nicht möglich. Mit der VR haben sie so einerseits diese beiden Punkte im Griff und anderseits ist der Rundumblick für die Nutzer viel spannender. Gerade bei einem Kampfjet ist die Rundumsicht ja das A und O, um in jeder Situation den Überblick zu haben.

Apropos Platz: Wie das Ganze für Firmen oder Auszubildende im Aviatik Bereich funktioniert, werdet ihr im nächsten Teil übermorgen erfahren.

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