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Spieglein, Spieglein an der Wand – Testbericht vom HB Zürich

Wie bereits berichtet, stand vom Montag bis Mittwoch der sogenannte Magic Mirror im Zürcher Hauptbahnhof. Gestern machte ich mich also auf, um die Augmented Reality Anwendung selber zu erleben. Eine grosse Enttäuschung!

Banale Umsetzung..

Denn viel zu erleben, gab es meiner Meinung nach nicht. Man konnte sich vor den Screen hinstellen und sich so selber im TV sehen – das kann ich in jedem Laden mit Überwachungskamera und sichtbaren Bildschirmen ebenfalls machen. Ab und dann wurden jedoch ein paar Zombies, Tiere oder Comicfiguren hinter, neben oder vor den Passanten auf dem Screen eingeblendet – sich mitten drin zu fühlen geht aber wohl anders. Die Verschmelzung der Realität und der virtuellen Welt hielt sich darum auf einem sehr niedrigen Niveau. Dass in einer sehr hohen Frequenz die Partnerunternehmungen mit Werbung eingeblendet wurden, machte die Sache auch nicht besser. Immerhin wurde gelegentlich ein interaktives Spiel gestartet.

Wenn man das Video auf Youtube von UPC betrachtet, erwartet man vielleicht auch automatisch etwas mehr. Das Spieglein, also der Magic Mirror, war einfach zu klein, als dass es nur ansatzweise gut auf mich wirken und mich in eine Märchen- bzw. virtuelle Welt versetzen konnte.

.. aber doch ein Effekt

Der Spiegel wirkte in der grossen Halle sehr verloren. Von weitem nahm man ihn gar nicht erst wahr. Die Passanten, welche ihn jedoch erblickten, waren immerhin für einen kurzen Moment magisch angezogen. Ich stand etwas abseits für 20 Minuten und beobachtete das Treiben. Während der ganzen Zeit, gab es Leute vor dem Spiegel, welche offenbar doch Gefallen an der Anwendung fanden. Da waren die beiden Teenager, welche sich bei einem kurzen Spiel duellierten, ein paar ältere Herrschaften, welche es offenbar interessant fanden, sich selber umzingelt von Elefanten zu sehen und das kleine Mädchen mit dem Vater, welches freudig die Comicfiguren begrüsste. Das bekannte Prinzip Leute ziehen Leute an – hat hier funktioniert.

Die Anwendung mag grafisch noch so schlecht und von der gesamten Umsetzung noch so banal sein, die Leute waren bereits fasziniert. Die Virtual Reality und vor allem die Interaktionsmöglichkeiten sind für die breite Masse, welche noch wenig oder keine Erfahrung mit solchen Anwendungen haben, eben doch sehr schnell ein Eye-Catcher. In Zukunft sollten aber Firmen mehr Wert auf die Umsetzung legen. Ich habe von kleineren Firmen schon viel bessere, massgeschneiderte Lösungen als diese von 3RockAR gesehen. Von einer UPC und den vielen Partnerfirmen Paco Rabanne, Hertz und Microsoft hätte ich deshalb wirklich viel mehr erwartet.

Quelle: Youtube

 

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