Share, , Google Plus, Pinterest,

Drucken

Posted in:

8 Tipps bei Motion Sickness

Acht Tricks, die gegen Übelkeit beim Spielen helfen

Nach einer halben Stunde in der Virtuellen Realität wird es zu viel? Motion Sickness ist keineswegs ein neues Phänomem, auch wenn es uns so vorkommt. Zu ihren Symptomen gehören Schwindel, Schweiss, Kopfweh und Übelkeit bis zum Erbrechen. Das Unwohlsein entsteht durch eine Abweichung der gefühlten Umwelt von der visuellen, genauer: Wir nehmen Bewegung war, bleiben aber ruhig an Ort und Stelle. Unser Kopf ist verwirrt von den unterschiedlichen Eindrücken, die sich nicht miteinander vereinen lassen und kommt zu dem Schluss, dass da wohl etwas gehörig nicht stimmt. Um die vermuteten Halluziationen loszuwerden, muss nun also unser Körper von Giftstoffen gereinigt werden, ergo: Uns wird übel. Kommt Ihnen bekannt vor? Dieselben Vorgänge laufen ab, wenn wir reisekrank werden, durch das Schaukeln des Schiffes, oder dem Lesen während einer Autofahrt.

Besonders anfällig für Motion Sickness sind vermehrt Frauen und allgemein Leute mit einer ausgeprägteren 3D Wahrnehmung. Als die Krankheit bereits als Folge von normalen Videospielen bekannt war, teilweise auch unter „Gaming Sickness“, bildeten die Betroffenen noch eine Minderheit. Mit Spielen in Virtual Reality sind es jedoch bis zu 50% der Benützer, die damit zu kämpfen haben. Gerade dehalb wird von Entwicklern intensiv daran gearbeitet, den Komfort des Spielers aufzuwerten und die Gefahr für Motion Sickness zu verringern. Damit wir nicht allzu lang warten müssen, haben wir ein paar Tricks gesammelt, die bei Motion Sickness helfen.

  1. Keine allzu schnellen Bewegungen
    Unser Kopf hat eh schon schwer an all den neuen Eindrücken zu arbeiten. Schnelle Tempo- und Szenenwechselwechsel überfordern unser Wahrnehmungszentrum und sollten deshalb gemieden werden. Es wird empfohlen, ein konstantes Spieltempo aufrecht zu erhalten. Abruptes Anhalten führt ebenfalls zu einer höheren Schwindelgefahr.
  2. Anvisieren eines Fixpunktes
    Ähnlich wie sich schwindelfrei im Kreis zu drehn, hilft es, einen fixen Punkt zu haben, der sich nicht bewegt. In der Realität ist dies bei uns die Nase, auch wenn wir sie gar nicht bewusst wahrnehmen. Der Assistentzprofessor David Whittinghill baute deshalb eine virutelle Nase in ein Achterbahnspiel ein, die erfolgreich Teilnehmern dazu verhalf, länger zu spielen und sogar unbemerkt blieb.
  3. Ingwer
    Ingwer ist ein beliebtes, natürliches Mittel gegen Reisekrankheit und verringert das Auftreten von Erbrechen. Die Wurzel kann gekaut, zermahlt oder als Tablette eingenommen werden und bietet somit eine gute Alternative zu Medikamenten.
  4. Immer in Blickrichtung laufen
    Um nicht noch mehr verwirrende Signale an unsere Denkzentrale zu senden, sollten Bewegung und Blickrichtung übereinstimmen. Schliesslich müssen wir ja auch wissen, wohin es geht.
  5. Der Drehstuhl
    Ein gutes Mittel ist der Drehstuhl. Der Körper kann sich in alle Richtungen mit dem Kopf mitdrehen, und der Stuhl dient gleichzeitig als Orientierungshilfe und Halt. Das Laufen im virtuellen Bereich fühlt sich dann an, als wäre man in einem Rollstuhl unterwegs. Dabei muss allerdings auf die Kabellänge Acht genommen werden.
  6. Begrenztes Sichtfeld
    Sich weiter vom Bildschirm zu entfernen, wird auch oft bei Motion Sickness ausserhalb der virtuellen Bereiches geraten. Je kleiner das Blickfeld ist, desto kleiner die Anfälligkeit. Bei einer VR Brille ist das jedoch schwierig. Deswegen arbeiten Ingenieure gerade an einer Möglichkeit das Sichtfeld zu verkleinern, ohne das dies negative Folgen auf das Spielerlebnis hat.
  7. Pausen
    Der wohl naheliegenste Tipp ist das Einlegen von Pausen, um unser Hirn zu entspannen. Man kann kurz die Augen schliessen, sich etwas zu trinken holen, oder an die frische Luft. Einige Spiele weisen uns sogar extra darauf hin, die VR Gear mal eben beiseite zu legen, und sich eine Auszeit zu gönnen.
  8. Gewöhnung
    Zu guter Letzt eine erfreuliche Nachricht. Motion Sickness ist tatsächlich abtrainierbar. Mit der Zeit gewöhnen wir uns an das Erlebnis, kaum ein Mensch kann seine Toleranz nicht verbessern, so Psychologe Behrang Keshavarz. Ebenso berichten viele Spieler von einer Verbesserung, je öfter sie virtuell unterwegs sind.

Quellen: n-tv, phys.org, University of Minnesota, Entertainment Computing

Schreibe einen Kommentar