A manager of a personnel services company from Mainz wants to patent a solution with which applicants get a better impression of the respective company by means of VR.
Er will die Welt der Personaldienstleistungen revolutionieren – zumindest ein Stück weit. Seine Idee: Den Bewerbern ihren Arbeitsplatz schon beim Bewerbungsgespräch als Rundum-Erlebnis für Augen und Ohren präsentieren. Und das mithilfe von Virtual Reality. Heisst konkret: Steffen Andreas, Leiter der Personaldienstleistungsfirma KDS in Mainz will – gemeinsam mit dem Kamerateam von „Die Felidae“ aus Düsseldorf – in allen Betrieben, mit denen er zusammenarbeitet, Filme und Bilder anfertigen lassen. Diese werden dann für die Virtual Reality-Brille aufbereitet, sodass sich jeder Bewerber, der sich im Mainzer Zollhafen in den Räumen der KDS Personalberatung vorstellt, in seinen potenziellen neuen Arbeitsplatz hineinversetzen kann.
Reduce fluctuation
Wer die Brille und die Kopfhörer aufsetze, könne vorempfinden, wie sich sein neuer Arbeitsplatz anfühlen könnte. Und so natürlich auch besser entscheiden, ob der Job zu ihm passt oder nicht. „Die Bewerber haben oft eine völlig andere Vorstellung von ihrem Arbeitsplatz als dieser in der Realität aussieht.“ Mit der neuen Möglichkeit, die idealerweise baldmöglichst ein Teil jedes Bewerbungsgesprächs in seinem Unternehmen sein soll, hoffe er, die Fluktuation so gering wie möglich zu halten.
For all industries
„Recruiting 4.0“ nennt der 31-jährige Geschäftsführer seine Idee. Sie soll für alle Branchen einsetzbar sein. Sein Unternehmen arbeite mit Kunden aus allen Branchen zusammen, sei es Bankwesen, Produktion, Spedition und vieles mehr. Geht es nach ihm, sollen alle in absehbarer Zeit ein 360-Grad-Video ihrer Räume erstellen lassen, um möglichen neuen Mitarbeitern einen besseren Eindruck des Betriebes zu verschaffen, egal, ob dabei Büroräume, Fabrikhallen oder auch die Aufenthaltsräume gezeigt werden. Seine Idee will sich Steffen Andreas patentieren lassen.
Against the shortage of skilled workers
Vor allem die junge Generation hat er mit seinem Unternehmen im Blick. „Wir haben keinen Fachkräftemangel“, sagt er, wichtig sei, dass man die Leute auf die passende Art und Weise anspreche, die Angst und die Ressentiments vor Zeitarbeit nehme. Zeit nehmen für den Bewerber, auf ihn eingehen. Dazu zählt für ihn auch die neue Möglichkeit, den künftigen Arbeitsplatz schon vorab virtuell erleben zu können.
Source: Allgemeine Zeitung