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Russische Milch-Offensive: VR-Brillen für fröstelnde Kühe

Grüne, saftige Wiesen und strahlender Sonnenschein – der Traum einer jeden Kuh, vor allem hoch im russischen Norden. Denn im kalten sibirischen Winter gibt es fürs Milchvieh vor allem eines zu sehen: tristes Weiss. Von grünem Gras keine Spur. Das soll sich jetzt ändern – mithilfe von speziellen Virtual-Reality-Brillen! Die sollen russischen Kühen in Zukunft das ganze Jahr über saftige Weiden zeigen – und die Tiere so ganz entspannt dazu bringen, mehr Milch zu produzieren.

Die Russen machen das wahr, was die Appenzeller als erfolgreichen Gag für einen Werbespot (wir berichteten darüber) einst eingesetzt haben. Russische Kühe sollen künftig VR Brillen tragen, um mehr Milch zu produzieren. Auch wenn man es kaum glauben kann: Erste Prototypen der Brillen würden bereits getestet, teilt das Landwirtschaftsministerium des Gebiets Moskau mit. Es könnten „noch nie dagewesene Ergebnisse erzielt werden“.

VR-Brillen für russische Kühe: Erste Tests zeigen angeblich Erfolge

Die Brillen seien speziell an die Kopfform der Kühe angepasst, heisst es. Kuhaugen liegen im Vergleich zum Menschen weiter seitlich am Kopf, ihr dreidimensionales Sehvermögen ist eingeschränkt. Auch ihre Farbwahrnehmung ist anders: Den Tieren sollen die Brillen dementsprechend Schattierungen in Rot, Grün und Blau zeigen. (Wer das übrigens nicht glaubt, kann ja in der VR mit der Anwendung des  Landwirtschaftlichen Bildungszentrums Echem (LBZ) in Niedersachsen auch selber gleich zu einer Kuh werden, wie wir schon berichteten.)

Erste Tests sollen bereits erfolgreich sein. Die Kühe spüren angeblich weniger Angst, die Herde sei insgesamt friedlicher. Eine gross angelegte Studie soll den Effekt von VR-Brillen aber erst noch weiter untersuchen. Einige russische Betriebe setzen nach Angaben des Ministeriums schon seit längerem auf klassische Musik – auch das soll die Milchproduktion anregen.

Russland investiert seit einigen Jahren stärker in die heimische Milchindustrie. Seit den Sanktionen auf verschiedene EU-Lebensmittel ist das Angebot an Milchprodukten eingebrochen. Mit neuen, innovativen Methoden – wie der Virtual-Reality-Milchoffensive – soll Russland auch weiterhin auf dem internationalen Markt mithalten können.

Für die Kühe kann man aber doch irgendwie nur hoffen, dass dies ein zweiter PR Gag ist.

Quelle: rtl

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