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Ein Abend beim VR Openair Cinema in Bern

Wir waren zu Besuch im VR Openair Cinema in Bern. Auf dem nicht ganz so attraktiven Vorplatz der Fachhochschule direkt beim umso attraktiveren Marzilli haben wir uns das Horror-Programm zu Gemüte geführt.

360°, so mitten drin in einer Horror-Story? Halten wir das aus? Wir wollten es wissen und besuchten darum das VR Openair Cinema in Bern. Die Vorführung fand um 21:00 Uhr statt und zog an diesem Freitagabend nicht gerade viele Besucher an. Wir befanden uns ca. 5 Minuten früher vor Ort und die Drehstühle standen noch immer einsam und verlassen auf dem Platz der Fachhochschule. Ein paar wenige Besucher sassen auf den Bänken daneben und getrauten sich noch nicht auf die Drehstühle zu sitzen. Im Gegensatz zur tollen Lokation in Zürich, gab es in Bern leider kein Catering und auch die Aussicht bzw. Umgebung war nun nicht gerade berauschend. Aber Letzteres ist ja bei einem VR Cinema auch nicht ganz so entscheidend. Und abkühlen konnte man sich vorher in der Aare beim nahe gelegenen schönen Marzilli.

Mitten drin ist der echte Horror

Oberpünktlich fing die Vorstellung mit einer ganz kurzen Erklärung an. Na dann los, bitte drehen! Schnell wurde klar, dass das Genre Horror in den Händen von Japan ist. Vom ersten bis zum letzten Film waren alle Horrorfilme von japanischen oder zumindest asiatischen Machern. Der erste Film The Realm Below war für mich schon bald Horror. Als Zuschauer wurde man in die Rolle eines Wissenschaftlers gesteckt, der beauftragt ist, eine seltsame Grube im Boden zu untersuchen. Während die Kollegen die Kamera und damit den Besucher mit der VR Brille auf dem Kopf langsam versenken, hört man zuerst komische Geräusche und sieht ein paar eklige, schleimige Dinge. Unten angekommen sieht man einen Gefangenen der von Monstern umkreist und attackiert wird. Das war ja alles noch schön und gut, als aber die Monster anfingen, mich zu attackieren und immer näher rückten, musste ich ab einem Zeitpunkt die Augen schliessen. Mir wurde die Nähe echt zu viel. Ein eindrückliches Erlebnis, was so ein 360° Film für Gefühle auslösen kann.

Die restlichen Filme wie Tag along oder Ghost Reality hingegen konnten bei mir nicht sehr viel auslösen. Sie waren schon fast langweilig, um ehrlich zu sein. Ein paar untote Tote und ganz viel Blut. Den letzten habe ich nicht mal zu Ende gesehen, da mein Freund zum zweiten Mal technische Probleme hatte mit seiner VR Brille und er dann quasi zusammen mit der Batterie aufgab. (Beim ersten Mal wurde der nächste Film nicht geladen und beim zweiten Mal war der Akku leer.) Etwas unschön, wenn jemand zum ersten Mal ein VR Cinema erlebt. Das erklärt vielleicht auch etwas geringe Besucheranzahl?

Wieso am Schluss noch ein PR 360° Film vom Roten Kreuz über ein syrisches Flüchtlingscamp gezeigt wurde, habe ich nicht ganz verstanden. Klar ist das auch eine Art von Horror für die Betroffenen, aber mit dem Themenabend, hatte dies nicht allzu viel am Hut. Immerhin war die Doku interessant.

Ich muss zugeben, ich hätte mehr erwartet. Ich hatte schon bessere Erlebnise mit We are Cinema. Mein Freund der zwar von den technischen Problemen betroffen war, fand das Erlebnis aber allemal toll. Ganz nach dem Motto: Einmal aber dann vielleicht nicht mehr so bald wieder.

Wer also noch nie am VR Openair Cinema war, der soll es doch noch in St. Gallen oder Zürich versuchen. Mehr Infos.

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