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Mit Augmented Reality zum Poolbillard Profi

Die Geschichte des Poolbillard geht bis ins 14. Jahrhundert zurück. Dennoch stellt das Spiel einige geometrische Herausforderungen. Technologie wir AR könnte Anfängern helfen.

Die Kugeln sind am Tisch verteilt, die Schwarze liegt gefährlich nahe der letzten Vollen, die versenkt werden muss. Und eine Halbe blockiert den direkten Weg. Ein Profi weiss nun genau, wie er über Bande spielen muss, um die schwarze Acht nicht zu berühren und auch die Halbe dort zu belassen, wo sie bleiben soll. Ein Amateur hingegen ist meist schon froh, wenn er nicht versehentlich die Weisse ins Aus befördert. Moderne Technologie könnte hier helfen.

Billard ist Jahrhunderte alt und geniesst, trotz der Anerkennung als olympische Sportart, dennoch den Ruf eines Kneipenspiels. Dabei gehen Aufzeichnungen über die Entstehung des Spiels bis ins 14. Jahrhundert zurück. Heute gibt es 35 Varianten, die sich durch Anzahl der Kugeln und die Grösse des Tischs unterscheiden. Zu den bekanntesten zählen Snooker, Karambolage und eben auch Poolbillard.

Die Vermischung der Welten

2013 haben die Studenten Ricardo Alves und J. M. F Rodrigues zusammen an einem Augmented-Reality-Projekt gearbeitet. Mit Pool Live Aid haben sie an der Universität der Algarve in Portugal ein System entwickelt, das selbst unerfahrenen Spielern helfen soll, bei Billard zu brillieren.

Unter Verwendung einer Kamera liest das System die Ränder des Tisches, die Position der Spielkugel und den Winkel des Pool-Queues ein, um die Art von Berechnungen durchzuführen, die ein Profi in seinem Kopf vornimmt. Dann zeigt es mit einem Projektor den wahrscheinlichen Pfad auf dem Tisch an.

Und so funktioniert’s: Über dem Tisch wird an der Decke eine Kamera montiert. Diese behält den Tisch im Auge. Die erstellten Bilder werden an den Computer übertragen. Der ist in der Lage, die einzelnen Elemente wie Kugeln, Tisch und Queue voneinander zu unterscheiden.

Das System ist in der Lage, Bandenspiel zu berechnen und Abpraller zu erkennen. Liegt eine Kugel im Weg, wird ebenfalls berechnet, wo diese landen wird. In Echtzeit wird dem Spieler angezeigt, wie sich der Spielwinkel ändert, wenn er den Queue anders hält. Das erwartete Resultat eines Stosses wird als Projektion am Tisch sichtbar.

Feinheiten und andere Schwächen

Billard besteht aber leider nicht nur aus dem Anspielen im richtigen Winkel. Für das entwickelte System muss die Kugel möglichst mittig getroffen werden. Effet-Stösse kann das Programm nicht berechnen oder anzeigen.

Für Anfänger wäre es auf jeden Fall ein probates Mittel, sich diesem Sport anzunähern. Einen Trainer kann es freilich nicht ersetzen. Zum Verkauf steht das System noch nicht.

Quelle: diepresse

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