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Eintauchen ins virtuelle Forschungsschiff „Polarstern“

Das berühmte Forschungsschiff „Polarstern“ steht ab Freitag jedermann offen. Wissbegierige können sich frei durchs ganze Schiff bewegen, wenn sie sich die Sonderausstellung „360 Grad“ im Deutschen Schiffahrtsmuseum (DSM) in Bremerhaven anschauen.

Wir haben es bereits angekündigt, im Deutschen Schifffahrtsmuseum (DSM) findet ab sofort eine Virtual-Reality-Sonderausstellung statt. Nun gibt es erste spannende Einblicke und Berichte, welche vorliegen.

Über die Ausstellung gelangen die Besucher in Bereiche, in die sonst nur die Besatzung kommt: Auf die Brücke, in den Maschinenraum, ins Labor oder in den berühmten Blauen Salon. Und da passiert auch etwas: Ein Kamerateam hat im vergangenen Jahr eine Transitfahrt der „Polarstern“ von Bremerhaven nach Las Palmas begleitet und verschiedene Bereiche des Schiffes in 360-Grad-Technik gefilmt. So sind die Besucher dank der Brillen unter anderem hautnah dabei, wenn ein Forscher Wasserproben aus dem Meer nimmt.

„Wir müssen Museum neu denken. Wir testen hier neue Technik und setzen so den Besuchern die Brille der Forscher auf,“ meint Sunhild Kleingärtner, Direktorin des Deutschen Schifffahrtsmuseums.

Riesiges 3D-Modell mit den Händen drehen

Zusätzlich gibt es auch sogenannte Augmented-Reality-Brillen. Setzt man diese auf, erscheint ein 3D-Modell der Polarstern in Originalgröße mitten in der Ausstellungshalle. Mit ihren Händen können die Besucher das Modell drehen, vergrößern und sich über verschiedene Bereiche des Forschungsschiffes informieren.

Einer, der das Forschungsschiff ganz genau kennt, ist Rainer Knust, Wissenschaftlicher Koordinator für die „Polarstern“ am Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut. „Das ist schon eine witzige Angelegenheit. Ich kenne jede Ecke des Schiffes, und das ist wirklich gut gemacht“, findet er. Und Knust will auf jeden Fall wiederkommen: „Ich fahre nicht mehr in die Antarktis, da ich bald in den Ruhestand gehe. Ich komme dann immer hier her und fahre virtuell mit.“

Es ist nach Angaben der DSM-Leitung die bisher europaweit erste „Virtual-Reality“-Technik dieser Art in einem Museum. „Wir haben mit sechs kugelförmig angeordneten Kameras zeitgleiche 360-Grad-Aufnahmen gefilmt und zwar durchs ganze Schiff“, erzählt Dr. Christian Stein.

Am Computer zusammengesetzt

Der Wissenschaftler hat dafür mit dem DSM und dem Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung ein innovatives Konzept ausgetüftelt. Monatelang hat das Team das gefilmte Material gesichtet, ausgewählt, digitalisiert und so gespeichert, dass Besucher den Eindruck gewinnen, selbst mit den Forschern an Bord zu sein.

Spektakulärer Auftakt

Doch nicht nur das. Den Auftakt des Rundgangs macht ein spektakulärer Effekt: Die ganze „Polarstern“ schwebt förmlich unter der riesigen Hallendecke. Jeder kann sie mit seinen Händen sogar drehen und wenden.

Die Ausstellung „360° Polarstern – Eine virtuelle Forschungsexpedition“ ist von Freitag, 17. Mai 2019, bis Dienstag, 31. März 2020, zu sehen. Geöffnet ist das Deutsche Schifffahrtsmuseum täglich von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt kostet 6 Euro.

Weitere Einblicke gibt das Video auf der Webseite.

Quelle: butenunbinnen / nord24

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