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Virtual-Reality-Erlebnis: Belle Époque Rheinfelden

Am 1. Mai, anlässlich des Frühlingserwachens, konnte man am Stand von Tourismus Rheinfelden eine virtuelle Zeitreise in die Belle Époque unternehmen. Unter Einbezug von DeepLearning, 3D-Scanning, UAV-Photogrammetrie und 3D-Modellierung, haben die Entwickler ein verblüffendes Zeitepos geschaffen. Ab sofort ist ein Eintauchen in diese scheinbare Welt wieder möglich.

Zum 125-Jahre-Jubiläum vom Tourismusverein haben die Verantwortlichen ein spezielles Angebot vorgeführt. Mit der Virtual Reality-Brille konnte man in die Welt der Belle Époque eintauchen. Man wurde in die Marktgasse um 1893 gebeamt und konnte die Menschen beobachten und dem Stadtgeschwätz von anno dazumal lauschen.

Historie trifft Zukunft. Unter diesem Titel entwickelte Claus Pfisterer, Fotograf aus Rheinfelden, die virtuelle Marktgasse. Das Projekt ist nicht historisch belegt – es soll einen Einblick geben, wie es anno dazumal ausgesehen habe könnte und was mit den neuen Technologien alles möglich ist. Erstaunlich, denn wenn man sich die Gesichter genauer anschaut, kommt einem die eine oder andere Person aus der heutigen Zeit bekannt vor.

Gesichter der Figuren sind nicht fiktiv

Für das Projekt wurden zahlreiche Rheinfelderinnen und Rheinfelder mittels einer speziellen Kamera an einem Tablet im Fotostudio aufgenommen und in eine 3D-Figur umgewandelt. Drei Modelle positionierten sich mit ausgeliehenen Kostümen der Fricktaler Bühne in einer speziellen Fotobox. Mit nur einem Knopfdruck schossen 64 Kameras gleichzeitig ein Bild. Nach einer aufwändigen Nachbearbeitung konnten die Models in 3D-Figuren umgewandelt und in die virtuelle Marktgasse eingefügt werden.

Um die «Kulisse» zu kreieren, wurde die Marktgasse an einem ruhigen Sonntagmorgen mit einer Drohne abgeflogen. Diese Bilder wurden dann im Computer zu einem dreidimensionalen Abbild zusammengefügt. Kleine Anpassungen wie zum Beispiel ein Trottoir oder auch Strassenlaternen wurden eingefügt, um die Marktgasse dem Jahr 1893 anzupassen.

Rheinfelden hat damals allerdings kaum so ausgesehen wie im Film. Es sei kein historisches Projekt, sondern ein kulturelles, sagt Stéphanie Berthoud, Geschäftsführerin von Rheinfelden Tourismus. So seien die Farben der Häuser nicht historisch erforscht. Stimmig ist aber die Kleidung, die die Personen tragen.

Die virtuelle Welt kann nun wieder bis Ende Jahr in der Stadtbibliothek besichtigt werden.

Wie die Leute wohl im 19. Jahrhundert in Rheinfelden den 1. August feierten?

In dem Sinne: Happy 1. August!

Quelle: Rheinfelden / Virtual Valley

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