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Die Imperial Crown und andere VR Erlebnisse am World VR Forum

Das World VR Forum war, wie berichtet, sehr international. Neben den hochkarätigen Speakern an der Conference befanden sich zahlreiche Projekte am Festival aus aller Welt. Die Künstler dahinter wollten alle einen der begehrten Preise abstauben:

Imperial Crown

Best Interactivity – Best Photography – Best Story – Best Documentary – Best User Experience – Best Acting – Best Sound Design – Best CGI

Zusätzlich gab es je einen Spezialpreis für Education und Innovation. Es waren zu viele, um alle zu besuchen. Einige Eindrücke konnte ich aber mitnehmen.

Von depressiv..

Die sogenannte Imperial Crown – also den Hauptpreis – gewonnen hat After Solitary – ein sehr depressives Stück. Die Dokumentation erzählt eine wahre Story über einen Insassen des US Staats-Gefängnisses. Sie zeigt auf eine bedrückende Weise, wie er in der Zelle abgeschieden lebte und wie er nachdem er entlassen wurde, weiterhin schwerste Probleme hatte. Obwohl die Geschichte sehr spannend war, hat es mich persönlich erstaunt, dass sie gewonnen hat, da es nach meiner Meinung, was die VR betrifft, Besseres zu sehen gab.

After Solitary

The cell is just 13 x 7, and is furnished with a cement cot, a fluorescent light, and a metal toilet. Imagine spending year upon year in that space. FRONTLINE and Emblematic Group take you inside a solitary confinement cell and tell one former inmate's story, in our new VR documentary, "After Solitary," with support from The Knight Foundation

Posted by FRONTLINE on Monday, February 13, 2017

Für ein ebenso bedrückendes Thema und einem eher langweiligen VR Erlebnis konnte man bei der italienischen Produktion Lost Memories reinschauen. Das poetische Projekt macht auf die unzähligen Flüchtlinge aufmerksam, welche über das Mittelmeer nach Europa gelangen wollen.

… bis zur kunterbunten, psychodelischen VR Welt

Das pure Gegenteil bot die Musik Animation Chocolate – ebenfalls aus einem amerikanischen Haus. Der Künstler hat tief in den Farbtopf sowie in die Trickkiste gegriffen und in einem geordneten Tohuwabohu lauter Katzen um einen herum tanzen lassen. Das psychodelische Video wurde von vielen Seiten gelobt. Vom gleichen Künstler – nicht minder Farbreich – war auch das Mini Game Waba. Im Spiel musste man ein süsses wabbliges Kerlchen aufwecken und füttern. Das Game erinnerte an Tamagotchi.

Gemeinsam Hand anlegen

Selber etwas kreativ werden konnte man bei HanaHana. Das Schweizer Projekt aus der Romandie liess die Besucher die virtuelle Welt mitgestalten. So konnte man mit den Controllern eine unbeschränkte Anzahl Hände kettenförmig oder vereinzelt in die postapokalyptische Wüstenlandschaft platzieren. Das coole war, dass die Kreationen jeweils bestehen blieben und so hatten alle Besucher bis zum Schluss des Forums ein gemeinsames Werk erstellt. Die Idee kommt übrigens aus einem Manga namens One Piece.

Kunst in vielen Facetten

Wiederum eher passiv – abgesehen vom Kopf drehen – war man als Betrachter von Las Meninas of Velasquez. Das VR Kunstwerk aus Frankreich lässt den Zuschauer in ein Bild eintauchen und fragt ihn, neben ein paar anderen philosophisch-künstlerischen Fragen, wer nun wer betrachtet.

Die Aussteller bei Beyond the Typhoon liessen die Besucher zwar mit dem Headset im Raum herumlaufen, jedoch war der Nutzen der Bewegun, wenn man von Motion Sickness absieht, gleich null. Das Projekt aus der Schweiz beeindruckte mich jedoch mit seiner Grafik. Die Künstler liessen einen Spiegel in der VR herumtanzen, der sich immer wieder neu verformte. Der Link zu den angeblich traumhaften chinesischen Gulangyu Inseln, welche durch den Typhoon Meranti zerstört wurden, sah ich ehrlich gesagt jedoch nicht so direkt.

Sehr spannend fand ich den künstlerischen Kurzfilm The Other Dakar aus Senegal, in dem ein kleines Mädchen sich entschliesst, das unsichtbare Dakar zu erkunden. Der 360° Film zeigte viele kuriose Gestalten und hinterliess den Eindruck, dass in Dakar eine spannende Künstlerszene zu finden sein muss.

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