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VR in der Architektur Teil 3

Nachdem wir im zweiten Teil von Andras Böger Dipl. Architekt und Projektleiter bei Dome Visual mehr zu einem konkreten Referenzprojekt und wie sie ihre Kunden gewinnen, erfahren durften, erklärt der Experte in einem letzten Teil noch wie ein Projekt abläuft und vor allem, welche Vor- und Nachteile die verschiedenen VR Brillen haben.

Angenommen, ein neues Projekt, welches mit der VR umgesetzt werden soll, kommt auf Sie zu. Was ist das Wichtigste, was müssen Sie wissen?

Der Wichtigste Punkt ist die Zielvereinbarung: Wie stellt sich der Kunde das Endprodukt vor? Was ist die Zielgruppe und wie soll diese erreicht werden?

Wir müssen also Angaben haben zum Ausstellungsort, zur Dauer, zu allgemeinen Möglichkeiten vor Ort, z.B. gibt es Internetzugang (WLAN), wie sieht es mit Stromanschlüssen aus und mit wie viel Stand-Personal kann man rechnen.

Nachdem diese Fragen geklärt sind, haben wir schon eine Vorstellung, mit welcher Hardware und Methode wir das gewünschte Ziel erreichen können. Trotzdem zeigen wir in einem umfassenden Beratungsgespräch den Kunden alle möglichen Varianten. Es könnten ja im Gespräch mit dem Kunden noch weitere Ideen auftauchen.

Wir zeigen auch die verschiedenen VR Systeme und weisen darauf hin, wo die Nach- und Vorteile vorliegen.

Könnten Sie uns diese kurz aufzeigen?

Mit der Google Cardboard hat man beispielsweise einen sehr günstigen Einstieg in die VR. Man kann sie mit unterschiedlichen Handytypen einsetzen und die Kunden können das Erlebnis auch mit nach Hause nehmen. Es ist auch ein sehr gutes Marketingmittel, da man es branden, also mit dem Logo z.B. bedrucken kann. Sie ist auch gut für eine einfache Präsentation z.B. eine virtuelle Wohnungstour auf einer Internetseite. Das ist aber auch gleich der Negative Punkt: Man benötigt Internetzugang und die Qualität ist eher niedrig. Der Aufwand auf der Kundenseite bei der Nutzung ist zudem grösser.

Wer eine noch professionellere Lösung haben will, dem empfehlen wir natürlich unsere eigene App, welche mit der Samsung Gear läuft. Die Qualität ist um Einiges besser. Auch der Tragekomfort und die Steuerung mit dem Touchpad sind besser. Zudem kann man die Anwendung auch Offline benutzen und man ist nicht auf einen Internetzugang angewiesen. Je nach Ausstellungsort ist dies sehr wichtig.

Bei unserer Anwendung haben wir auch die Möglichkeit Projekte über 3D Text / 3D Bezeichnungen noch genauer zu erläutern. Was wir damit nicht haben ist ein 3D-Spiele-Engine.

Bei den weit verbreiteten Oculus und HTC Vive Brillen kann man ebenfalls eine virtuelle Wohnungstour auf einer Internetseite oder auch offline durchführen. Grundsätzlich haben diese beiden Systeme die gleichen Vorteile wie die Samsung Gear. Jedoch sind sie weniger mobil und die Kosten sind viel teurer, da auch noch ein rechenstarker PC eingesetzt werden muss.

Allgemein können wir feststellen, dass wir für unser Immobilienmarketing die Oculus und HTC Vive noch nicht ganz geeignet finden. Einerseits muss der Endverbraucher selbst die Bewegungen mit der Hand steuern (Gamepad), andererseits werden die Bewegungen mit Joystick im virtuellen Raum nicht in der Wirklichkeit mitgeführt. Das erzeugt eine Störung und kann zu Übelkeit führen.

Das beste Erlebnis konnten wir am Schluss mit der Samsung Gear zusammen mit der Applikation von uns erreichen.

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