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In VR auf einer Suff-Fahrt

In einem neuen Virtual-Reality-Simulator lässt sich eine Autofahrt im betrunkenen Zustand simulieren.

Im Virtual-Reality Fahrsimulator der Präventionsfachstelle «Am Steuer Nie» kann ein solches Albtraumszenario am eigenen Leib erfahren werden. Geschäftsführerin Chantal Bourloud möchte damit vor allem Neulenker für die Gefahren mit Alkohol am Steuer sensibilisieren: «Mit dem Simulator zeigen wir den Leuten, was es heisst, wenn man am Steuer nicht fit ist. Man erlebt eine betrunkene oder müde Fahrt in einer spielerischen Form.» Gerade den Restalkohol im Blut nach der Party unterschätzten viele.

Der Simulator ist in Europa einzigartig. Über eine VR-Brille kriegt man das Gefühl, als sei man mitten im Strassenverkehr. Mit Steuerrad, Gas- und Bremspedal wird die Fahrt noch realistischer. Mit Sichteinschränkungen und unvorhersehbare Hindernisse wird die Reaktionszeit im betrunkenen Zustand errechnet. Auch die Müdigkeit am Steuer kann anhand eines schwarzen Bildschirms für fünf Sekunden vor Augen geführt werden. Bourloud meint: «Wenn man zu lange damit fährt, kann man sich danach durchaus betrunken fühlen.»

VR zeigt Fahrt mit Substanzenkonsum, Müdigkeit und Ablenkung

Während der Fahrt im Simulator entscheiden die Teilnehmenden selbst, worauf sie den Blick richten und haben das Gefühl, mitten in der Situation zu sein. Gefahren, mit denen im Alltag zu rechnen ist, sind frühzeitig zu erkennen und es muss korrekt darauf reagiert werden. Dabei können folgende Einflüsse auf die Fahrfähigkeit simuliert werden: Substanzenkonsum, Müdigkeit und Ablenkung. Die Verzögerung der Reaktionszeit und die eingeschränkte Wahrnehmung, beispielsweise der Tunnelblick, werden dabei deutlich.

Das Ganze kann gemietet werden. Die Virtual-Reality-Fahrsimulatoren eignen sich gemäss Am Steuer nie sehr gut für die Sensibilisierung eines kritischen Publikums und sind Türöffner für das direkte Gespräch an Messen, Sicherheitstagen oder Firmenevent.

Wer Zusehen möchte, wie eine Testfahrt von statten geht, der findet diese auf 20 Minuten oder auch auf dem Tagesanzeiger online.

Nach den Velofahrer kommen also die Autofahrer dran. Ein weiteres Projekt im Bereich Verkehrssicherheit in der Schweiz.

Quelle: 20 Min, am Steuer Nie

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