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Mit VR rein ins Schwarze Loch

Wer schon immer einmal in die Mitte der Galaxie reisen und die Kraft eines supermassiven Schwarzen Lochs persönlich erleben wollte hat nun mit VR die Chance. Wissenschaftler der Radboud-Universität in den Niederlanden und der Goethe-Universität in Deutschland haben dazu Computermodelle von Schütze A * verwendet, dem schwarzen Loch im Herzen der Milchstrasse. 

Im Zentrum unserer Galaxy vermuten Forscher ein supermassives Schwarzes Loch, Sagittarius A*. Mit der derzeitigen Technologie könnten Menschen die 25’640 Lichtjahre nicht innerhalb einer einzigen Lebensdauer von der Erde zum supermassiven Schwarzen Loch der Milchstrasse durchlaufen. Wir könnten auch nicht überleben, wenn wir den extremen Gravitationskräften einer Singularität so nahe sind. Eine neue Virtual-Reality-Simulation gibt uns allen jedoch die Chance, in die Nähe eines Schwarzen Lochs zu stossen und die Zeit- und Weltraumeffekte ihrer immensen Anziehungskraft zu erleben.

Mit einer VR-Brille  direkt in das Geschehen hinein zoomen

Anhand einer Serie detaillierter Bilder der Modelle entwickelte das Team der Radboud-Universität in den Niederlanden und der Goethe-Universität in Deutschland eine 360-Grad-VR-Simulation von Schütze A *. Diese resultierende Simulation kann mit jedem VR-Gerät angezeigt werden.

„Unsere Virtual-Reality-Simulation liefert eine der realistischsten Ansichten der direkten Umgebung des Schwarzen Lochs und hilft uns, mehr über das Verhalten von Schwarzen Löchern zu erfahren. Es ist unmöglich, zu einem schwarzen Loch in unserem Leben zu reisen. Daher können wir durch immersive Visualisierungen mehr über diese Systeme erfahren, von wo aus wir sind “, sagte Jordy Davelaar, korrespondierender Autor der Forschungsarbeit hinter diesem Projekt.

Lehrmittel für Themengebiete wie schwarze Löcher

Diese Simulation könnte auch als Hilfsmittel und Bildungsinstrument dienen, um die Astrophysik der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, so Davelaar. Er fügte hinzu, dass Kinder, die die Simulation bisher gesehen haben, daraus lernen konnten und zeigten, wie sie auch für komplexe Themen wie schwarze Löcher ein hervorragendes Lehrmittel sein können.

VR findet neue und aufregende Anwendungen in der Öffentlichkeitsarbeit und in Bildungsumgebungen und gibt Benutzern die Möglichkeit, Umgebungen zu betreten, die sonst nicht zugänglich wären. Dies ist das erste Mal, dass jemand diese Technologie einsetzt, um uns die Chance zu geben, ein schwarzes Loch zu betreten.

Die Simulation wurde kürzlich in der Fachzeitschrift „Computational Astrophysics and Cosmology“ veröffentlicht. Titel: Observing supermassive black holes in virtual reality.

Quelle: uni-frankfurt / nach-welt / Youtube

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