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Berufsberatung goes VR nach 100 Jahren

Vor 100 Jahren entstand im Thuner Progy-Schulhaus die erste Berufsberatungsstelle des Kantons. Heute ist die Rede von Virtual Reality und künstlicher Intelligenz.

Im Jahr 1918 wurde der Thuner Lehrer Albert Münch zu einem Pionier im Feld der Berufsberatung: Im Auftrag einer Gruppe privater Initianten begann er Jugendliche im Progy-Schulhaus zu beraten und zu unterstützen, um ihre Chance auf eine gute Ausbildung zu erhöhen und dem Fachkräftemangel nach dem 1. Weltkrieg entgegenzuwirken. Daraus entstanden ist das heutige Berufsberatungs- und Informationszentrum (BIZ).

Obwohl sich in den letzten 100 Jahren viel verändert hat – einiges ist im BIZ immer noch gleich. «Wir stehen ständig in Kontakt mit den Schulen und Lehrpersonen», sagt Bettina Winkler, eine langjährige Berufs- und Laufbahnberaterin.

Natürlich gebe es aber auch grosse Unterschiede zwischen heute und der Zeit, in der die Berufsberatung entstanden ist. Heute besteht rund die Hälfte der Klientinnen und Klienten aus über 20-jährigen Personen. «Wir helfen den Erwachsenen dabei, ihre berufliche Situation zu reflektieren und ihre Laufbahn bewusst zu gestalten, denn viele haben realisiert, dass sie ihre Fähigkeiten auf dem neusten Stand halten und ihre Kompetenzen erweitern müssen, um für den Arbeitsmarkt attraktiv zu bleiben», sagt Roberto Veronesi.

Die Zukunft ist digital

Durch die Digitalisierung werde es in Zukunft auch einen Wandel in der Art geben, wie überhaupt beraten wird. «Früher mussten alle Informationen hier ausgeliehen und abgeholt werden», sagt Bettina Winkler. «Heute gibt es schon so viele Informationen online, dass die Leute sehr viel selber herausfinden können. Wir sind dann da, um einen Weg aus dem Informationsdschungel zu finden und die Leute bei ihren Entscheidungen und allenfalls bei der Umsetzung der nächsten Schritte zu unterstützen.»

Dabei wird wie es bereits die Berufsmessen vormachen in Zukunft auch künstliche Intelligenz und Virtual Reality eine Rolle spielen. «Künstliche Intelligenz könnte bei der Auswahl von verschiedenen Optionen hilfreich sein, und mit Virtual Reality könnte man durch virtuelle Schnupperlehren einen Einblick in Berufe erhalten», sagt Roberto Veronesi. Erste Erfahrungen mit der VR-Brille durfte man bei ihnen auf jeden Fall bereits machen.

Quelle: Thuner Tagblatt / BIZ Thun

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