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Facebook baut in Zürich weiter aus

Der Tech-Gigant Facebook lässt in Zürich an der nächsten Generation von Virtual-Reality-Brillen forschen, denn hier sind die Experten. Dabei steht das Inside-out Tracking im Zentrum.

An der Entwicklerkonferenz  F8 liess Mark Zuckerberg es sich nicht nehmen, sein neustes Produkt selber vorzustellen: das Virtual-Reality-Headset Oculus Go. Günstig, ohne Kabel, stylish. So soll der Masse die virtuelle Welt schmackhaft gemacht werden.

Das Problem von Zuckerbergs jüngstem Gerät ist nur: Autonom in der Realität herumlaufen kann man damit nicht. Das Headset nimmt seine Umgebung noch zu wenig wahr. Es fehlt also weiterhin ein schlaues Inside-out Tracking. Doch daran lässt Zuckerberg arbeiten und er baut dafür den Standort Zürich kräftig aus. Neue Büros, grössere Teams und eine geplante Kooperation mit der Hochschule ETH: Zürich nimmt für Facebook an Bedeutung zu. Hier wird die Kerntechnologie für die nächste Oculus-Brille entwickelt. Das Projekt heisst Santa Cruz.

Zürich goes Hightech

Angefangen hatte Facebooks Präsenz in Zürich vor knapp zwei Jahren, als man sich in der Zürcher Bahnhofstrasse beim Bürovermieter Regus niederliess und Räumlichkeiten übernahm, die bis dahin von Apple genutzt worden waren. Doch wie schon Apple dienten die Räume auch Facebook nur als Provisorium vor dem nächsten Expansionsschritt. Vor einigen Monaten zogen die Facebook-Forscher in den Süden der Stadt in deutlich grössere Büros nahe beim Shoppingcenter Sihlcity, wo sich bereits andere Firmen aus dem gleichen Hightech-Sektor eingemietet haben.

Was Facebook nach Zürich zog, war die grosse Expertise vor allem an der ETH in Sachen Computer Vision, also Technologien, welche Computer und Geräte befähigen, ihre Umwelt wahrzunehmen und sich da­rin zu orientieren. Genau das brauchte der Social-Media-Konzern, nachdem Zuckerberg 2014 beschlossen hatte, in Virtual und Mixed Reality zu investieren, und daraufhin den früher unabhängigen Branchenprimus Oculus übernahm und integrierte.

Eine Sprecherin sagt allgemein: «Oculus hat ein kleines, aber feines Forschungs­team in Zürich, das hilft, die Zukunft der virtuellen Realität zu realisieren. Als Teil der Com­puter Vision Community in Europa arbeiten wir eng mit den Weltklasse-Teams von ETH und Universität Zürich zusammen und sind immer auf der Suche nach den besten Talenten, die mit uns neue Wege gehen.»

Quelle: Handelszeitung

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