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Interview mit einem 360° Fotografen

Immer mehr Firmen beschäftigen sich mit Virtual Reality. Dabei gehören zum Thema VR neben AR Anwendungen auch 360° Produktionen. Die rasante Entwicklung der neuen Technologie erlaubt es, dass mittlerweile auch kleinere Unternehmen mit schmalen Budgets ein 360°-Markenerlebnis für die Kunden bereit stellen können. So zeigt es das Referenzprojekt von Daniel Gmür Fotografie: eine virtuelle Tour in einer Dorf-Drogerie. Wir haben mit Daniel Gmür Fotografie ein kurzes Interview geführt.

Wie bist du zur 360° Fotografie gekommen?
 
Ich Interessiere mich sehr für die technische Seite der Fotografie. Ich habe mich schon früh intensiv mit Zeitraffer (Timelapse) und extrem hochauflösenden (Gigapixel) Fotos beschäftigt. Beides ist sehr zeit- und rechnerleistungsintensiv. Gigapixel Fotos werden aus vielen mit Zoom-Objektiv aufgenommenen Bildern zusammen gesetzt, quasi ein Panorama.
 
Hochauflösende 360° Bilder werden ebenfalls aus vielen mit Weitwinkel-Objektiv aufgenommenen Bildern zusammen gesetzt. Dies ist ebenfalls sehr zeitaufwendig. Ich habe mich für dieses Thema interessiert und mich umgeschaut, was es für „einfache“ Möglichkeiten gibt 360° Fotos zu erstellen. Danke dem rasanten Fortschritt in der Kameratechnik gibt es heute handliche Kameras mit mehreren Linsen, die direkt 360° Bilder produzieren. Bei meiner Recherche bin ich auf diesen YT Channel gestossen. Darauf hin habe ich mir eine MI Sphere zugelegt, da diese das beste Preis-Leistung für Fotos bietet. 
Was macht den Reiz der 360° Fotografie aus?
 
Ich finde 360° Videos und Spielereien wie „Little Planet“ reizvoll. 
Ein 360° Video – zum Beispiel von meiner Band Craigh – versetzt den Betrachter direkt auf die Bühne.
 
Ich will die 360° Fotos auch vermehrt im geschäftlichen Bereich für virtuelle Touren einsetzen.
 
Du schreibst auf deiner Homepage, dass du den Service im Vergleich mit der Konkurrenz sehr günstig anbieten kannst. Was ist dein Geheimnis?
 
Die Geschwindigkeit! Das Schiessen und Bearbeiten der Bilder nimmt ca. 10x weniger Zeit in Anspruch als mit Spiegelreflex und Spezialsoftware. Die heutigen 360° „Consumer“ Kameras können natürlich nicht mit der Qualität von DSLR’s mithalten.
 
Ich denke aber, dass durch den enorm kleineren Aufwand und daher kleineren Preis sich ein neues Marktsegment öffnet.
Virtuelle Touren für jedermann – n
atürlich in Kombination mit „herkömmlichen“, qualitativ besseren Fotos aus der Spiegelreflexkamera.
 
Wirst du dich also vor allem auf kleinere Unternehmen fokussieren? Und wenn ja, warum?
 
Nicht unbedingt, ich bin offen für Projekte jeder Art. Ich denke aber grosse Unternehmen werden eher auf höhere Qualität setzen und haben auch das entsprechende Budget.
 
Wie kam denn das Projekt mit der Drogerie Wyss zustande?
 
Etwas Vitamin-B und die Möglichkeit der Geschäftsführung zu erklären, was alles möglich ist.
 
Welchen Nutzen hat die Drogerie nun von dieser virtuellen Tour?
 
Die virtuelle Tour ist nun auf Googel Maps zu finden. Es ist nun quasi das digitale Schaufenster der Drogerie.
 
Wie siehst du die zukünftige Entwicklung in Sache 360° Fotografie? 
 
Ich denke, dass die 360° Kompakt-Kameras in nächster Zeit grosse Fortschritte machen werden. Dies wird die 360° Fotografie und Videografie für ein viel grösseres Publikum greifbar machen.
 
Und wo siehst du dich darin?
 
Ich hoffe, dass ich mir im Bereich Immobilien und Baugewerbe einen Platz erarbeiten kann. 
Dann viel Erfolg!

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