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Zu Besuch im Abaton – mehr als nur VR Cinema – Teil 1

Setze die Welt auf den Kopf – heisst es im KITAG CINEMAS Abaton in Zürich. Wir haben das neue VR Arcade Pilotprojekt unter die Lupe genommen und mit den Verantwortlichen gesprochen.

Über das neue Pilotprojekt im Abaton haben wir bereits kurz berichtet. Der Pilotbetrieb von VR Entertainment dauert gemäss der Swisscom mindestens drei Monate. Na dann auf zum Test!

Im Abaton angekommen, begaben wir uns direkt zum VR Welcome Desk im Eingangsbereich. Wir wurden dort in Empfang genommen und als erstes gerade mal ins 360° VR Cinema geführt. Auf dem Weg dahin durften wir schon einen Blick auf die prominent gelegenen vier VR- Game-Stationen werfen, welche komplett leer auf unseren Besuch warteten.

Der VR Cinema Bereich befindet sich gefühlt im hintersten Eckchen des Abatons. Er beinhaltet mehrere Stationen mit Drehstühlen und die darüber von der Decke hängenden Oculus Headsets. Um zu erfahren, welche Filme aktuell gezeigt werden, kann man mit einem Touchscreen das Programm vorgängig anschauen.

Intuitive Menusteuerung im VR Cinema

Da mein Kollege noch nie einen 360° Film in dieser Form gesehen hat, wurde uns beiden nochmals alles genau erklärt. Grundsätzlich ist es ja kinderleicht: Was man sonst für die Menusteuerung mit einer Maus intuitiv antippen oder anklicken würde, muss man einfach länger mit seinem Blick fixieren. Und sobald ein Film läuft, immer schön daran denken: nach hinten bzw. rundherum schauen.

Ich habe mich als Erstes für einen Surfer-Film aus der World of Red Bull Reihe entschieden. Insgesamt waren die Szenen mit den Monsterwellen echt beeindruckend, jedoch war das Filmerlebnis aufgrund der vielen Pixel und der mässigen Aufnahmequalität eher wenig erquickend. Danach sah ich mir noch den Titel Longing for Wilderness an, welcher mit den wunderschönen Aufnahmen schon eher etwas fürs Auge war. Leider war der Kurzfilm echt sehr sehr kurz. Als der Abspann kam, dachte ich zuerst, es wäre das Intro.

Ein sehr kritisches Statement

Ich war noch in die Blick VR Doku über den Kampf gegen die IS vertieft, als mein Kumpel sich mit der Betreuerin unterhielt. Er hatte schon nach 12 Minuten genug und war vor allem enttäuscht über die schlechte Bildqualität. „Für so etwas muss ich nicht ins Kino. Und die Dokus sind zu langweilig“ meinte er entschieden, direkt und ehrlich.

Was mich am meisten gestört hat, war der Hintergrundlärm. Man sitzt zwar in einem abgesperrten Bereich und weiss, dass noch jemand von den Betreuern da ist und auf die Rucksäcke aufpasst, aber irgendwie ist es doch komisch, so vertieft in der 360°-Filmwelt zu sein und die Kinobesucher zu hören, welche nach dem Pausengong in den nebenan gelegenen Kinosaal strömen. Ein ruhigerer Ort wäre für das VR Cinema bestimmt nicht verkehrt.

Ich bin aber überzeugt, dass es weniger kritische Leute gibt, die bei ihrem ersten 360° VR Filmerlebnis beeindruckt sein werden und für die ist auch die Filmauswahl bestimmt gross genug und spannend. Das bestätigte auch unsere Betreuerin: „ Die meisten Besucher finden es mega cool und sind ganz begeistert. Es gibt auch viele Familien mit Kindern, welche es total lässig finden.“

Mit etwas angezogener Handbremse starteten wir also in die VR Welt, doch der aktive Teil stand ja noch bevor. Wir waren alle gespannt, welche Wirkung die Gaming Zone auf uns haben wird. Der erste Eindruck auf dem Weg zum Cinema war schon vielversprechend. Lest nächste Woche mehr darüber.

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