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VR am Zürich Filmfestival

Der Siegeszug der Virtual Reality geht ein Stück weiter und so finden VR Filme in diesem Jahr auch Platz im Rahmenprogramm des Zürich Film Festivals, welches bereits voll im Gange ist. Wieso und wie VR Filme genial sein können, lest ihr hier im kleinen Plädoyer für VR Filme. 

Im Programm des Virtual-Reality-Lab präsentiert das Zürich Film Festival in diesem Jahr die neusten VR Filme. In drei Blöcken können neue künstlerische Ausdrucksmöglichkeiten und einen anderen Zugang zu immersiven Formaten erkundet werden. Das ZFF VR Lab ist eine Zusammenarbeit von Flux Laboratory, We Are cinema und ZFF. Der Eintritt ist kostenlos, aber vor Vorstellungbeginn muss ein Ticket im Festivalzentrum auf dem Sechseläutenplatz bezogen werden. Die Platzzahl ist beschränkt. Die Vorstellungen finden vom 29. September bis 8. Oktober 2017 statt. Unterteilt in 3 Themengebiete: Real Vision, Family Affairs und Beyond Reality.

Ein kleines Plädoyer für VR Filme

Ich bin überzeugt, dass VR Filme klassische Kinofilme kaum total verdrängen werden. Es wird, wie es die ewigen Diskussionen in meinem Bekanntenkreis zeigen – „Gehen wir den Film in 2D, 3D oder gar 4DX schauen?“ – wahrscheinlich immer Kinobesucher geben, die einfach gerne zurücklehnen und den Film flach, herkömmlich ohne Interaktion erleben möchten. Hat ja auch seine Berechtigung. VR Filme bringen jedoch ein grosses Potential, mit dem die Kinobesitzer ihren Kinosaal wieder füllen können. Denn einen grossen Bildschirm hat ja mittlerweile jeder zu Hause.

Immer wieder höre ich von Freunden: 360-Grad-Rundumsicht beim Film? Dann verpasse ich ja sicher genau das Entscheidende im Film! Es ist auf jeden Fall so, dass die neuen Technologien zur Folge haben, dass Filmemacher den Blick ihres Publikums nur noch beschränkt lenken können. Aber vielleicht macht auch genau das den Reiz aus. Wie im echten Leben etwas verpassen können, dafür etwas Anderes entdecken dürfen. Und wie cool ist es, wenn man den Film gut findet, ihn nochmals aus einer anderen Perspektive erleben zu können. Auch spannend sind Ansätze bei denen man Einfluss auf den Verlauf nehmen kann. So werden Erzählformen entstehen, die sich deutlich vom heutigen Kino-Erlebnis unterscheiden.

Ich durfte mittlerweile mehrere solche Filme erleben und mein Favorit ist immer noch Notes on Blindness. Der VR Film ist ein wunderbares Beispiel, wie Filmproduzenten den Zuschauer gut leiten und auch etwas Interaktion in die Story reinbringen können. So wird der Blick des Zuschauers durch Musik, die Stimme des Sprechers und Geräusche in die Richtung bewegt, in der sich etwas Wichtiges abspielt. Oder es werden Elemente eingebaut, die man zuerst betrachten muss, bevor der Film weitergeht. Ein anderer Ansatz weist dem Zuschauer die Rolle des Nebendarstellers zu, der vom Hauptdarsteller durch die Geschichte geführt wird. Ich glaube, da wird sich noch einiges entwickeln.

Quelle: Zürich Film Festival

 

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