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Studenten veröffentlichen günstige Augmented-Reality-Brille

AR-Brille zum sehr günstigen Preis

Fünf Masterstudenten der University of Twente (UT), Fachrichtung „Industrial Design Engineering“, wollen eine Augmented-Reality-Brille auf den Markt bringen, die nur 29 Euro kostet. Es wird jedoch ein Smartphone benötigt. Die Brille erweitert die echte Welt um 3D-Visualisierungen und ist nach der Auffassung von Forschern der UT bezüglich ihrer Funktionalität vergleichbar mit HoloLens von Microsoft, das jedoch 3.000 US-Dollar kostet. Die Studenten haben nun mit ihrem Start-Up Aryzon eine Crowdfunding-Aktion via Kickstarter ins Leben gerufen. Bis zum 3. Juli 2017 soll ein Startkapital von mindestens 25.000 Euro zusammen kommen (wurde bereits erreicht). Schnellentschlossene können die AR-Brille über Kickstarter sogar für 24 Euro erhalten.

Die neue Augmented-Reality-Brille, ebenfalls Aryzon genannt, wird als Bausatz aus einem Karton geliefert, wodurch sie durch jeden Briefschlitz passt. Die fünf Masterstudenten haben zudem eine dazugehörige Online-Plattform entwickelt, über  die Nutzer Visualisierungen hoch- und herunterladen können, um diese mit der AR-Brille zu nutzen. Von der Marktführung der Aryzon zu einem sehr günstigen Preis erhoffen sich die Studenten eine weiter verbreite Nutzung der Augmented-Reality-Technologie. Einer der studentischen Unternehmer ist Leon Schipper: „Es gibt noch keine vergleichbare Brille, die für die breite Masse bezahlbar ist. 3.000 US-Dollar sind für viele Menschen und Unternehmen einfach zu viel Geld. Ein Museum beispielsweise investiert nicht in Augmented-Reality-Brillen für seine Besucher, wenn die Brillen tausende Euros kosten. Mit unserer preiswerten Lösung wird Augmented Reality für jeden interessant und bezahlbar, der ein Smartphone besitzt. Wir konkurrieren nicht mit Systemen wie der HoloLens, wir ergänzen den Markt.“

 

Mit HoloLens vergleichbar?

Die Aryzon-Brille bietet nach der Einschätzung des UT-Wissenschaftlers Roy Damgrave dennoch viele Funktionen, die vergleichbar mit denen von HoloLens sind: „Einige extrem komplexe Funktionen fehlen, die Aryzon kann demgegenüber ohne grosse Hürden genutzt werden, da sie eine Auswahl von Funktionen bietet.“ Die Augmented-Reality-Brille eignet sich laut Leon Schipper für unterschiedlichste Anwendungen: „Sie kann bei der Einrichtung von Wohnungen eingesetzt werden oder  Webshop-Produkte mittels Augmented Reality besser erfahrbarer machen. Zudem bietet die Brille Museen und Bildungseinrichtungen wertvolle Möglichkeiten. Auch für medizinische Zwecke kann sie hilfreich sein. Zum Beispiel, wenn ein Physiotherapeut einem Patienten mittels 3D-Technologie erklären kann, warum sein Knie schmerzt. Während eines Tests an einer Grundschule haben wir Kinder mit Aryzon-Brillen einen Elefanten betrachten lassen. Sie konnten ihn laufen und rennen lassen. und empfanden die Bewegung als lebensecht. Davon waren sie sehr begeistert. Die Brille eignet sich zudem äusserst gut für Entwickler von heutigen 2D-Augmented-Reality-Apps für Smartphones. Sie können ihre Applikationen einfach an Aryzon anpassen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Augmented-Reality-App von Ikea, mit der Möbelstücke in 2D in der eigenen Wohnung platziert werden können. Die Möglichkeiten sind grenzenlos.“

Finanzierung über Kickstarter

Zu der Kickstarter-Finanzierung sagt Leon Schipper: „Auf Kickstarter stehen verschiedene Pakete zur Auswahl. Unter anderem können Schnellentschlossene das Early-Bird-Paket auswählen. Damit bekommen sie die Aryzon-Brille bereits für 24 Euro. Wir sorgen für eine Plattform mit Visualisierungen, die heruntergeladen  und mit denen so viele Menschen und Märkte wie möglich angesprochen werden können. Abhängig von den Einnahmen wird die Plattform weiter ausgebaut. Wir möchten eine Art YouTube für Augmented Reality werden, die Standard-Plattform für Augmented-Reality-Features.“

Leon Schipper berichtet ebenfalls über die Entwicklung der Technologie: „Die Entwicklung der Brille war eine Herausforderung. Es gibt viele Einflussfaktoren. Der Lichteinfall muss teilweise reduziert werden, um Projektionen zu ermöglichen. Dafür sind spezielle Kunststoffgläser erforderlich, die für diese Reduktion sorgen, ohne die Sicht in der echten Umgebung zu behindern. Wir nutzen Fresnel-Linsen, deren Qualität sehr wichtig ist. Zudem berücksichtigen wir das Erlebnis der Nutzer beim Entwurf von 3D-Modellen. Die Modelle müssen zum Beispiel in realistischen Entfernungen ins Bild kommen, um sie als real wahrzunehmen. Gute Algorithmen sind dafür unverzichtbar. Unsere Software erkennt auch die Interaktion zwischen den Fingern und dem Modell. So kann man sich beispielsweise weiter in das Modell einzoomen. Und wir nutzen hochwertigen Karton.“

Quelle: Pressemeldung

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