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Erster Opernkurzfilm in Virtual Reality

Nachdem erste Filme und Videospiele bereits mithilfe von Virtual Reality daran arbeiten, den Konsumenten so nah wie möglich in die Handlung einzubinden, wird nun auch die erste Operarie in Virtueller Realität produziert. „360° Figaro“ zeigt in einer Länge von 20 Minuten eine Szenenfolge aus dem zweiten Akt von Mozarts Oper „Die Hochzeit des Figaro“.

Das Geschehen der 360° Oper ist auch ohne grösseren Zusammenhang verständlich. Der Zuschauer befindet sich dabei in der Mitte der Darsteller, um den Anschein zu vermitteln, die Oper wäre allein für ihn inszeniert. Um dies zu unterstreichen, wurde die Szene von Beginn an für eine 360°-Kamera konzipiert und soll mit Live-Gesang und binauralem, das heisst nur über Kopfhörer natürlich wirkendem Ton mit genauer Richtungslokalisation aufgezeichnet werden. Zu sehende Solisten sind Jacquelyn Wagner als Rosina, Olena Tokar als Susanna, Matthias Hausmann als Graf Almaviva und Valentina Stadler als Cherubino, Produzent ist Jan Schmidt-Garre. Aufgenommen wird das Projekt von Arthaus Musik, Pars Media und digital images in einem Studio in Halle, das zuvor vom Mitteldeutschen Rundfunk genutzt wurde. Unterstützt wird „360° Figaro“ vom Land Sachsen-Anhalt und dem Fraunhofer Institut.

Im Bereich der Klassik gab es bislang erst eine Ballettaufzeichnung der Königlichen Oper in Stockholm.

Quelle: Magazin Klassik

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