Avec Francis et Amilia débute une histoire VR exclusive en plusieurs parties, qui se poursuivra tous les 15 jours. Dès qu'une nouvelle partie sera disponible, nous le communiquerons via Twitter et Facebook un jour avant.
A peine réveillé, Francis a noté ce dont il avait rêvé pour le poursuivre dans la réalité virtuelle. Enfant, il se souvenait de nombreux rêves, mais ne les reprenait guère la nuit suivante, poursuivant rarement l'histoire dans son sommeil. Lorsqu'ils étaient suffisamment importants pour lui, il notait immédiatement ce qui lui restait : il fermait encore une fois les yeux pour faire revenir les images à l'état de veille avant qu'elles ne s'estompent complètement et soient perdues. Il en laissait monter de nouvelles en lui, les traduisait en langage, poursuivait avec elles le récit qui semblait inachevé et le menait si possible à une nouvelle fin en un seul essai. De cette manière, il essayait de mieux comprendre ce qu'il avait rêvé et qui n'était souvent qu'un souvenir fragmentaire. Il ne poursuivait pas tous les rêves, il ne voulait pas tous les explorer plus avant, certains semblaient avoir suffisamment de sens en eux-mêmes. Mais il ne parvient pas à se défaire de l'un d'entre eux, qui le hante presque chaque nuit depuis des mois, et il ne parvient pas à lui donner une fin satisfaisante. Le rêve revient en versions de lui-même, il les couche toutes sur papier et les retravaille - il y a un instant encore devant son œil intérieur éveillé, depuis avant-hier dans la réalité virtuelle (VR) et avec le projet de ne se reposer que lorsqu'il aura reconnu le rêve dans son essence.
Über das VR-System WeAre TM speist er jede Variation in den virtuellen Raum ein: Er nimmt seine Neurolinsen hervor, die sich, sobald in die Finger genommen, selber an das jeweilige Auge heften und sich organisch unmittelbar mit dem Gehirn verbinden. Francis liest vor, was er vom Traum noch weiss, womit in ihm die Replikas der geträumten Bilder entstehen, die wiederum über die Linsen nach aussen hin sichtbar werden und er verändern kann. Jedes neu in ihm aufkommende Bild, erscheint vor seinem Auge. Er kann sich im echten Raum, in den die virtuelle Realität projiziert wird, durch die Bilder hindurchbewegen, und weil er sich erweitert, hat Francis keine physischen Grenzen zu beachten – eine neue Technik, mit der das VR-System Raum, der irgendwo auf der Erde ungenutzt ist, an Ort dematerialisiert und im Projektionsraum rematerialisiert; während nicht mehr genutzter virtueller Raum an seinen Ursprung rücktransferiert wird. Der Projektionsraum passt sich den Bildern an, die Francis‘ aus dem Innern heraus produziert. Wenn er etwa auf einen Berg steigt, nimmt der Raum die Steigung an. Hält er sich beim Aufstieg an einem Baum fest, spürt er nicht den Stamm selbst, aber etwas mit der gleichen materiellen Dichte. Er nimmt Gerüche der projizierten Umgebung wahr, die er damit verbindet, dass er in der Kindheit mit den Eltern auf Wanderung war und einen Pinienwald durchkreuzte: Düsen koppeln sich an die Erinnerung, die den virtuellen Bildern olfaktorisch am nächsten sind und werden durch sie im Raum verteilt. Geräusche wie die eines kreisenden Vogels über ihm speisen sich aus seinem auditiven Gedächtnis und werden mittels Soundchip im Innenohr gesampelt. Nimmt Francis beim Aufstieg eine Stärkung, etwa ein Nährstoffgel zu sich, simuliert das System ihn gustatorisch auf Francis‘ Zunge, weil er den Geschmack aus der eigentlichen Welt kennt. Doch kann er sich in der virtuellen Welt nicht vom Gel ernähren. Kein Vogel kreiste über ihm, für welchen er kein inneres Bild hätte. Er hört ihn nicht, wie er kreischte, wenn Francis das Kreischen nicht in sich finden könnte. Was er im virtuellen Raum hört, schmeckt, sieht, riecht und anfasst, ist, was in ihm zu schöpfen bereits vorhanden ist. Er lebt im Projektionsraum aus der Konserve seines Seins, und kaum schafft er es mehr, in der eigentlichen Welt neue Erfahrungen zu machen. Dass sie ihm fehlen, fühlt er hie und da, die Anziehung des virtuellen Lebens ist aber derart stark, dass es ihm vorkommt, als wäre er zu schwach, sich ihm wenigstens insoweit zu entziehen, als dass für ihn die Alltagswelt nicht die virtuell wäre. Kaum mehr als dazu, sich für sie zu erhalten, dient ihm die eigentliche Welt.
Il passe donc la plupart de son temps dans la salle de projection, commande de la nourriture à domicile, se soigne avant tout parce qu'un manque d'hygiène corporelle pourrait perturber l'expérience olfactive dans l'espace virtuel, et s'est offert un Medimech TM coûteux qui le soigne en cas d'accident ou de maladie. Il a suffisamment de revenus, puisqu'il travaille à domicile et qu'il est largement payé avec la monnaie numérique qu'il a lui-même développée. Il peut vivre de la participation au chiffre d'affaires qu'il s'est assurée en vendant le produit à l'entreprise qui, lors du lancement sur le marché, ne prévoyait qu'un bénéfice marginal. Néanmoins, l'entreprise se définit désormais principalement par le commerce de la monnaie et Francis, en tant qu'actionnaire, est donc une épine dans le pied financier de l'entreprise. Il est donc heureux de ne pas avoir à sortir de chez lui.
Hin und wieder kommt ihn jemand besuchen, einer der wenigen Freunde oder sonst wer, wie er alle andern nennt. In Momenten rafft er sich dazu auf, jemanden im Café um die Ecke zu treffen. Einladungen zu jemandem nach Hause schlägt er zumeist dankend aus, er sei mit seiner Arbeit zu eingespannt, heisst es häufig – womit er weniger seine Tätigkeit meint, die digitale Währung als Zahlungsmittel weiterzuentwickeln. Vielmehr spricht er von seiner Obsession für die virtuelle Welt, mit der er sich auch über seine Träume hinaus beschäftigt und worin er sich, wie Malte und Fiete meinen, zu verlieren droht. Beide bemühen sich als Freunde Francis‘ darum, ihn für die eigentliche Welt mehr und mehr zurückzugewinnen. Francis sträubt sich grossenteils dagegen, doch ahnt er zuweilen auch, dass Fietes, dass Maltes Sorge berechtigt ist und hält sie nahe bei sich. Was Amilia betrifft, so vertrüge er es zurzeit schlecht, sie in unmittelbarer Reichweite zu wissen. Dennoch ist ihm sehr daran gelegen, sich ihr in seiner Angst um sich selbst anzuvertrauen. Und so schreibt er ihr Briefe, gerade einen weiteren …
Auteur : Tim Komáromy© (tk)